Germany's next Topmodel Kein Fund nach Bombendrohung

Freitag, 15. Mai 2015
Die Jury von "Germany's next Topmodel" um Heidi Klum konnte gestern keine Siegerin küren
Die Jury von "Germany's next Topmodel" um Heidi Klum konnte gestern keine Siegerin küren
Foto: Pro Sieben

Jähes Ende der ProSieben-Show "Germany's next Topmodel": Das Finale musste am Donnerstagabend wegen einer Bombendrohung abgebrochen werden, die knapp 10 000 Zuschauer wurden kurz nach 21.30 Uhr angewiesen, die SAP Arena in Mannheim zu verlassen. Gegen 22.30 Uhr bestätigte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer der Deutschen Presse-Agentur: "Es gab während des Finales eine Bombendrohung."
Ein Sprecher der Polizei Mannheim sagte, die Drohung sei um 21.07 Uhr telefonisch in der Halle eingegangen. Kurz darauf habe man an einer der Garderoben einen verdächtigen Koffer gefunden. Daraufhin habe der Veranstalter die Live-Sendung in Rücksprache mit der Polizei vorsichtshalber beendet, um eine Gefährdung der Besucher auszuschließen. Später gab es Entwarnung: Der Koffer habe keinen Sprengsatz enthalten, teilte die Polizei mit. Polizeisprecher Dieter Klumpp bestätigte, dass eine Frau bei ProSieben angerufen und damit gedroht habe, dass in der SAP-Arena eine Bombe hochgeht. Zuvor hatte Bild.de darüber berichtet. Der verdächtige Koffer war gegen Mitternacht noch von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes untersucht worden. Anschließend begannen die Beamten die Arena und einige Nebengebäude mit einem Spürhund zu durchsuchen, fanden jedoch zunächst nichts Verdächtiges.

Ein Hallensprecher hatte zunächst technische Probleme als Grund genannt. "Wegen technischer Probleme kann das Top Model Finale heute nicht weiter gesendet werden", hieß es anfangs auch auf einem Laufband, das der Sender ausstrahlte.

Viele Zuschauer ließen beim Verlassen der SAP Arena Jacken und Taschen auf ihren Plätzen zurück. Einige äußerten Unmut darüber, dass die Prominenten angeblich viel früher aus der Halle geführt worden seien - Augenzeugen berichteten von rund 20 Minuten Differenz. Zahlreiche Mädchen standen nach der Räumung frierend ohne Jacken auf dem Parkplatz. Später wurden sie angewiesen, nach Hause zu gehen. Einige Fans, die rund um der Halle standen, äußerten Unmut über die Evakuierung. Sie hatten den Eindruck, dass die Prominenten um Jurorin Heidi Klum bevorzugt behandelt worden seien. (Lesen Sie hier den Augenzeugenbericht von HORIZONT-Redakteur Michael Reidel)

Unterdessen teilte Pro Sieben via Twitter mit, dass man heute gemeinsam mit der Jury entscheiden werde, wann und wie die Siegerin gekürt werde. Moderatorin Heidi Klum kündigte auf Facebook an, dass es auf jeden Fall eine Entscheidung geben werde: "Ich freue mich schon jetzt darauf, in wenigen Tagen eine wunderschöne Gewinnerin zu küren. Wir werden Germany`s Next Topmodel 2015 finden! Versprochen!", so Klum. Mittlerweile ist klar, dass das Nachhol-Finale am 28. Mai steigen wird.

In der Vergangenheit waren wiederholt Großveranstaltungen aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Dazu zählt etwa das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" am 1. Mai oder ein Karnevalsumzug in Braunschweig im Februar.

In der ProSieben-Show sollte aus vier jungen Frauen zwischen 17 und 19 Jahren zum zehnten Mal "Germany's next Topmodel" ermittelt werden. Ajsa (18) aus Tübingen (Baden-Württemberg), Anuthida (17) aus Lübeck (Schleswig-Holstein) und Vanessa (18) aus Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) waren gegen 21.30 Uhr noch im Wettbewerb - dann erfolgte der Abbruch. dpa/ire
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