"Gerade noch akzeptabel" Zeitungsredakteure bekommen mehr Geld

Donnerstag, 30. Juni 2016
Das Gehalt der Zeitungsredakteure steigt in zwei Stufen
Das Gehalt der Zeitungsredakteure steigt in zwei Stufen
Foto: Fotolia / macgyverhh

Der neue Tarifvertrag für die rund 13.000 Tageszeitungsredakteure in Deutschland steht. Ihr Gehalt wird in den beiden kommenden Jahren in zwei Stufen angehoben. Gewerkschaften und Verleger zeigen sich mit dem erzielten Kompromiss zufrieden.
Der neue Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten sieht zwei Erhöhungen vor: Rückwirkend zum 1. Juni 2016 werden die Löhne um 1,5 Prozent erhöht, zum 1. August 2017 noch einmal um 1,6 Prozent. Besonders wichtig war dem Deutschen Journalisten-Verband DJV und DJU in Verdi, dass der Flächentarif erhalten bleibt und die Redakteure in Norddeutschland nicht schlechter gestellt werden als ihre Kollegen im Rest der Republik. Auch die Festen Freien und Pauschalisten profitieren im gleichen Maße von dem neuen Tarifvertrag. Verleger und Arbeitnehmervertreter zeigten sich mit dem gefundenen Kompromiss im Großen und Ganzen zufrieden: "Ein in unseren Augen gerade noch akzeptables Angebot der Verleger empfiehlt die Mehrheit der Verhandlungskommission anzunehmen", sagt Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Mit diesem Ergebnis liegen wir auf Höhe des Abschlusses, der in der Druckindustrie vereinbart wurde. Die kürzere Laufzeit von 24 Monaten bringt uns fünf Monate eher an die nächste Gehaltsanhebung". 

Auch Georg Wallraf, Verhandlungsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger BDZV bewertet den Abschluss positiv: "Beiden Seiten ist unter Berücksichtigung der tiefgreifenden strukturellen Umbrüche in der Branche eine tragfähige Kompromisslösung gelungen, die zur Erhaltung des Flächentarifvertrags beitragen wird." Die Gremien der Tarifparteien müssen dem Abschluss noch zustimmen, die Frist endet am 29. Juli.
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