Gemeinsame Media-Plattform "FAZ" lagert Anzeigenbearbeitung an die "Rheinische Post" aus

Donnerstag, 29. Oktober 2015
Das Verlags- und Redaktionsgebäude der "FAZ"
Das Verlags- und Redaktionsgebäude der "FAZ"
Foto: FAZ

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" spart sich ihre eigene Anzeigenbearbeitung: Die Anzeigenabwicklung und das Auftragsmanagement übernimmt künftig die "Rheinische Post" in Düsseldorf. Der Schritt ist Teil der vor einem Jahr angekündigten Sparmaßnahmen.
Ab Sommer 2016 wollen die beiden Tageszeitungen eine gemeinsame Media-Plattform für die Anzeigenbearbeitung betreiben, wie die beiden Verlage am Donnerstag mitteilten. Diese beinhalte auch ein Customer Relationsship Management, dass von beiden Partner genutzt und weiterentwickelt wird. Die Kooperation biete neben Kostenvorteilen auch "Potenziale für die datengestützte Vermarktung". "Prozesseffizienz ist bei der Restrukturierung unserer Organisation eines der zentralen Ziele. Wir stellen uns konsequent effektiv und zukunftsorientiert auf – das gilt auch für die Anzeigenbearbeitung", erklärt Ingo Müller, Gesamtleiter Werbemärkte und Media Solutions der FAZ: "Wir erhalten eine günstigere Kostenbasis und eine grundlegende Flexibilisierung der Aufwände. Mit der Rheinischen Post haben wir den idealen Partner für unsere Anforderungen in diesem Bereich gewonnen. Für unsere Werbekunden ändert sich durch diese interne Neuorganisation selbstverständlich nichts."

Die Geschäftsführung der "FAZ" hatte vor etwa einem Jahr einen Sparkurs angekündigt. Bis 2017 sollen die Kosten um mehr als 20 Millionen Euro gesenkt werden und etwa 200 Stellen wegfallen. Den größten Beitrag müssen die Verlagsbereiche erbringen: Hier werden insgesamt etwa 160 Stellen abgebaut. Dies solle über "natürliche Fluktuation und Altersteilzeit" erfolgen, aber auch Partnering- und Outsourcing-Projekte sollen dabei helfen, das Sparziel zu erreichen, teilte die "FAZ" damals mit. dh
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