G+J Nur ein Drittel der Münchner Belegschaft geht nach Hamburg

Freitag, 10. Januar 2014
Ende Februar ziehen die ersten Kollegen aus München ins Hamburger Pressehaus
Ende Februar ziehen die ersten Kollegen aus München ins Hamburger Pressehaus


Ende Februar beziehungsweise Ende März steht der Umzug der Münchner Redaktionen von Gruner + Jahr nach Hamburg an. Für die meisten betroffenen Mitarbeiter lief nun die Erklärungsfrist ab. Die Resonanz dürfte aus Sicht von Gruner + Jahr ernüchternd sein: Lediglich ein Drittel der Mitarbeiter will München den Rücken kehren. Die Mehrheit nimmt die Abfindungsangebote des Verlags an. Lediglich 32 Prozent der Mitarbeiter der beiden Magazin "Eltern" und "P.M.", die sich bereits entscheiden mussten, gehen mit nach Hamburg, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Freitagsausgabe. Die Mehrheit der Mitarbeiter lässt sich dagegen lieber abfinden: Mitarbeiter bis zum 47. Lebensjahr bekommen laut "FAZ" neun Zehntel eines Monatsgehalts pro Betriebsjahr, die älteren Mitarbeiter ein volles Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit. Die Chefredakteure von "Eltern" und "P.M.", Marie Luise Lewicki und Hannes Sprado sowie deren Stellvertreter bleiben an Bord.

Die Mitarbeiter der jungen Magazine "Neon" und "Nido", die sich heftig gegen den Umzug gewehrt hatten, müssen sich bis nächste Woche entscheiden, ob sie München den Rücken kehren oder nicht. Im Oktober hatte ebenfalls die "FAZ" berichtet, dass sich die Redaktionen der beiden Magazine "nahezu komplett" gegen den Umzug sperren. Die Chefredakteure Vera Schroeder und Patrick Bauer haben ihre Posten wegen des Umzugs zum Jahreswechsel aufgegeben. Neuer Chefredakteur ist seit Anfang Januar Oliver Stolle. Selbst ein Verlag wie Gruner + Jahr dürfte sich schwer tun, den massiven Aderlass in den Redaktionen schnell auszugleichen. dh
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