G20 / "Bild" und "Welt" Hamburg "Wenn wir Politiker auf der Reeperbahn entdecken, werden wir auch das mitteilen"

Montag, 03. Juli 2017
Auch die "Welt" berichtet tagesaktuell von den Geschehnissen rund um den G20-Gipfel
Auch die "Welt" berichtet tagesaktuell von den Geschehnissen rund um den G20-Gipfel
© Axel Springer

Nicht nur bei der Polizei, auch bei Hamburgs Lokalmedien herrscht zum G20-Gipfel am 7./8. Juli der Ausnahmezustand. So will die „Welt am Sonntag“ am kommenden Wochenende den Andruck ihres Hamburg-Teils verlängern, um den Gipfel-Samstag darstellen zu können. Auch „Bild“ "Welt am Sonntag" (Axel Springer) ihren Hamburg-Teil auf 18 Seiten monothematisch ausgerichtet. Die "Welt"-Lokalen wollen zum Gipfel fast das gesamte Team in der Redaktion und auf den Straßen im Einsatz haben. Dort werde man Polizei und Demonstranten „eng begleiten“, an den Konferenzorten und bei den Protestcamps. Man berichte, wie sich das Stadtleben an den Gipfeltagen verändert, sagt „Welt“-Hamburg-Redaktionsleiter Jörn Lauterbach: „Und wenn wir einen Spitzenpolitiker auf der Reeperbahn entdecken, werden wir auch das mitteilen.“ Online werde es einen Ticker geben, zudem Videos, interaktive Grafiken und Autorenstücke.

Und „Bild“ Hamburg? Will „großflächig“ über die Arbeit der Sicherheitskräfte, die Aktivitäten der Demonstranten „sowohl aus dem bürgerlichen als auch aus dem linksradikalen Spektrum“, über die Reaktionen und die Konsequenzen für das tägliche Leben berichten. Auch den Politikern will man natürlich auf die Finger schauen. „Bild“ Hamburg sei bei G20 im Dauereinsatz mit allen Reportern und Fotografen, die sich mit dem Gipfel beschäftigen, insbesondere mit der Polizei- und Politikredaktion. Online will man auf allen Plattformen berichten, mit Videos und „Bild Daily“ mit Einschätzungen und Interviews.

Den Vertriebsleuten der beiden Springer-Zeitungen sind die Straßen- und Gebietssperrungen an den Gipfeltagen bekannt. Diese könnten für „einige wenige Abonnenten“ zu Beeinträchtigungen bei der Zustellung führen, heißt es aus dem Verlag.

Und wie stehen die beiden Titel dazu, dass sich die rund 10.000 Teilnehmer (darunter polarisierende Staatschefs wie Trump, Erdogan und Putin, Stäbe und Sicherheitsleute aus 35 Ländern plus Journalisten), 17.000 Polizisten aus allen Bundesländern und bis zu 100.000 Demonstranten unklarer Gewaltbereitschaft ausgerechnet in Hamburg gipfeln? Man blicke gespannt auf „diesen kontrovers diskutierten Gipfel“, begrüße aber grundsätzlich, dass G20 in einer „weltoffenen, gastfreundlichen“ Stadt wie Hamburg stattfinde, so der Verlag.

Bereits erschienen in der Reihe „G20 und Hamburgs Medien“ sind Beiträge zum „Hamburger Abendblatt“, „Hamburger Morgenpost“ und Radio Hamburg. rp

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