Fußball-Bundesliga DFL beschließt neuen Verteilerschlüssel für Auslandserlöse

Dienstag, 11. März 2014
Die Bundesliga will ihre Auslandserlöse weiter steigern
Die Bundesliga will ihre Auslandserlöse weiter steigern

In Sachen Auslandsvermarktung lief es bei der Deutschen Fußball Liga zuletzt bekanntlich rund. Deals wie der mit 21st Century Fox haben zur Folge, dass die Bundesliga künftig wesentlich mehr Geld im Ausland erlösen wird. Aufgrund der positiven Vermarktungsprognose hat der Ligavorstand beschlossen, bei der Ausschüttung der Auslandserlöse an die Clubs einen neuen Verteilerschlüssel anzuwenden. So werden die Gelder künftig nicht mehr gestaffelt, sondern jeder der 18 Erstligaclubs erhält denselben Betrag. In den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 erhöhen sich die Einnahmen von 27 Millionen auf 45 Millionen Euro, was 2,5 Millionen Euro pro Club macht. Die weiteren Erlöse sollen entsprechend der Punkte in der UEFA-Fünfjahreswertung an jene Clubs ausgeschüttet werden, "die mit ihren Leistungen in der Champions League und der Europa League zur erfolgreichen Gesamt-Bilanz des deutschen Profi-Fußballs in den vergangenen Jahren beigetragen haben", heißt es in einer DFL-Mitteilung. Von dieser Regelung würden laut DFL nach derzeitigem Stand elf Clubs profitieren.

Die Vereine der 2. Bundesliga erhalten weiterhin 1,8 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung. Darüber hinaus ist angedacht, die Einnahmen des deutschen Profi-Fußballs aus dem Solidaritätsystem der Uefa für Nicht-Champions-League-Starter an die Zweitliga-Clubs auszuschütten. Dies würde eine Steigerung der Einnahmen von rund 5 Millionen Euro pro Spielzeit auf 8,5 Millionen Euro bedeuten. Dafür ist allerdings zunächst eine Bestätigung durch die Mitgliederversammlung des Ligaverbands nötig.

Insgesamt will die Liga ab 2015 zwischen 100 und 150 Millionen Euro pro Jahr im Ausland erlösen. "Die aller Voraussicht nach signifikanten Erlös-Steigerungen der DFL im internationalen Bereich werden der Liga neue Spielräume in einem erheblichen Umfang verschaffen. Von daher war es angebracht, noch einmal über den 2012 entwickelten Verteiler-Beschluss zu sprechen und schließlich Anpassungen vorzunehmen", so Liga-Präsident Reinhard Rauball. Dabei hätten sich insbesondere die Champions-League-Starter solidarisch gezeigt.
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