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Julia Becker beim Deutschen Medienkongress
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Funke-Verlegerin Julia Becker "Ich freue mich auf Ihre Bewerbungen"

Julia Becker beim Deutschen Medienkongress
Sie ist die Enkelin von Jakob Funke, Tochter von Petra Grotkamp, mit der WAZ ist sie groß geworden: Julia Becker, seit Anfang 2018 als Vertreterin der dritten Generation an der Spitze des Aufsichtsrates der Essener Funke Mediengruppe, erklärte beim Deutschen Medienkongress, wieso sie im Medienzirkus vor allem die Tricks der Dompteure schätzt und warum sie sich jederzeit über persönliche Bewerbungen freut.
von Katrin Ansorge, Dienstag, 16. Januar 2018
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    Was das Publikum in Frankfurt dabei als erstes merkt: In ihrer unternehmerischen Haltung und ihrem Verlegergeist, den Becker knapp zwei Wochen nach ihrem offiziellen Amtsantritt an den Tag legt, steht sie ihrer bekannten Familie in nichts nach. "Meine Mutter hat mich sehr gut auf meine neuen Aufgaben vorbereitet." Sie sei in und mit einem  Familienunternehmen aufgewachsen, auch wenn sie in der letzten Zeit "nicht in der Manege stand: Aber ich war in der ersten Reihe. Und dort kann man sich die Tricks der Dompteure besonders gut abschauen." Heute sei sie stolz, in neuer Rolle hier zu sein. 

    Altbacken klingt das nicht, aber dafür sorgt allein schon das, was Becker sagt. Auf die Frage, wer nach dem Abschied von Manfred Braun und der Verpflichtung von Andreas Schoo die (noch) vakante Stelle des Zeitungschefs in Essen antreten werde, antwortet sie: "Sie werden nie das passende Pferd finden, wenn Sie es suchen - das Pferd findet sie." Womöglich zeichne es ihre Generation aus, sich nicht frühzeitig (vielleicht auf Top-Kandidat Ove Saffe?) festzulegen. Aber wenn sie schon einmal die versammelte Branche in Frankfurt treffe: "Ich nehme Ihre Bewerbungen sehr gerne persönlich entgegen." 

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    Wie schon bei ihrem viel beachteten Auftritt beim VDZ Publishers' Summit bricht Becker auch in Frankfurt eine Lanze für Kooperationen auf Verlegerebene. "Ein Schulterschluss ist in der heutigen Zeit dringend angebracht. Ich hoffe, dass wir die Grabenkämpfe in der Branche, die ich seit meiner Kindheit kenne, endlich beilegen können." Mit Yvonne Bauer verbinde sie beispielsweise viel und sie hoffe, sich einiges von der Kollegin abschauen zu können. Beispielsweise, als Familienunternehmen ruhig einen langen Atem haben zu dürfen, was die digitale Transformation betrifft: "Wir stehen nicht unter dem Druck, eine Börsenstory erzählen zu müssen."

    „Ich hoffe, dass wir die Grabenkämpfe in der Branche, die ich seit meiner Kindheit kenne, endlich beilegen können.“
    Julia Becker
    Gleich groß sei aber auch die Herausforderung gerade für die Yellow Press, in der Berichterstattung journalistische und moralische Aspekte abwiegen zu müssen. Informationsgewinn und Unterhaltung seien die zwei wichtigsten Motive für Mediennutzung, was auch "die Überflutung der Regale mit Billigkopien unserer Titel" zeige. Deshalb führe man Woche für Woche einen harten Kampf am Kiosk aber mittlerweile auch in den Supermärkten, wo man sich gegen tausende Produkte durchsetzen müsse. Becker: "Ich finde, dass wir bei Funke einen guten Weg gefunden haben - zumindest bis zur nächsten Klage." kan

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