Funke-Chef Manfred Braun "Technologischer Fortschritt verändert nicht unser Berufsbild"

Montag, 13. November 2017
Manfred Braun, Geschäftsführer Funke Mediengruppe, im Video-Interview
Manfred Braun, Geschäftsführer Funke Mediengruppe, im Video-Interview
© HORIZONT

Auf der Bühne des VDZ Publishers' Summit versprühte Manfred Braun nahezu grenzenlosen Optimismus für die Branche. "In einem Printmarkt, der als langweilig oder todkrank bezeichnet wird, kommen wir gut zurecht", erklärt der Geschäftsführer der Funke Mediengruppe anschließend im Video-Interview mit HORIZONT Online und Turi2.tv. Für den Pessimismus vieler Medienmanager macht er den technologischen Fortschritt verantwortlich.
Trotz sinkender Auflagen und Print-Anzeigenerlöse gebe es laut Braun keinen Grund zur Sorge. "Der Markt ist unbegrenzt, nur die Phantasie von Verlagsführern und Chefredakteuren hat Grenzen", so der Funke-Geschäftsführer. Medienmacher seien jahrelang verunsichert worden durch die technologischen Veränderungen, sagt Braun im Video-Interview. "Es gibt immer Early Adopter und Freaks, die glauben, dass sich mit der Technologie die Welt ändert." Dem sei nicht so. Viel eher wolle Braun dazu anregen, kreativer über Themen nachzudenken. "Ich habe neulich eine Fachzeitschrift gesehen zum Thema 'Was machen Männer in ihren Garagen'. Glauben Sie mir, sie wird eine großartige Auflage haben." Bei politischen Informationen sei das aber ein schwierigerers Geschäft, gibt Braun zu. ron
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