Friede Springer "Welt"- und "Bild"-Gruppe werden nicht angetastet

Montag, 29. Juli 2013
Axel Springer hat die Branche mit dem Verkauf zahlreicher Printtitel geschockt
Axel Springer hat die Branche mit dem Verkauf zahlreicher Printtitel geschockt


Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) hat sich Verlegerin Friede Springer erstmals zum Verkauf eines großen Teils des Printgeschäfts von Axel Springer geäußert. "Das Alte ist vergangen", zeigt sich die Witwe des Verlagsgründers unsentimental. Unterdessen geht der Print-Ausverkauf weiter: Am Samstag wurde bekannt, dass sich der Medienkonzern auch von dem französischen Zeitschriftenverlag PGP getrennt hat.
An "Bild" und "Welt" will Springer aber festhalten.
"Das Alte ist vergangen": Friede Springer
"Das Alte ist vergangen": Friede Springer
"Auch wenn ich die Entwicklung des Marktes sehe und die logischen Konsequenzen, die sich daraus für uns als Zeitungshaus ergeben, fallen mir solche Entscheidungen ungemein schwer", sagte Friede Springer, Witwe des 1985 verstorbenen Verlagers Axel Springer, der "FAS". Der Verkauf sei dennoch unumgänglich gewesen: "Das Alte ist vergangen", sagte sie der "FAS", "wirklich vergangen".

Am Donnerstag hatte Axel Springer den Verkauf eines großen Printpakets an die Essener Funke Mediengruppe bekannt gegeben. Zu den Titeln, die verkauft werden, gehören mit der Programmzeitschrift "Hörzu" und dem "Hamburger Abendblatt" zwei Keimzellen des Medienkonzerns Axel Springer.

Am Samstag war zudem bekannt geworden, dass sich Springer von weiteren Printbeteiligungen getrennt hat: Der französische Zeitschriftenverlag PGP wurde an Reworld Media verkauft. Zum Verkaufspreis machte das Unternehmen keine Angaben.

Die journalistischen Flaggschiff "Bild" und "Welt" stehen aber nicht zur Disposition, betont Springer: ""Solange ich als Mehrheitsaktionärin hier etwas zu sagen und mitzubestimmen habe, werden die 'Welt'- und die 'Bild'-Gruppe nicht angetastet", sagte die Verlegerin - im Gegenteil: "Die 'Bild'- und die 'Welt'-Gruppe bauen wir weiter aus, wir stärken sie - im Bereich von Print und Online." dh
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