Frankreich Google zu Höchststrafe verdonnert

Freitag, 10. Januar 2014
Google Datenschutzbestimmungen stehen in der Kritik
Google Datenschutzbestimmungen stehen in der Kritik


Google muss in Frankreich eine Rekordstrafe von 150.000 Euro zahlen: Die Datenschutzbehörde CNIL verdonnerte den Internetkonzern wegen umstrittener Regelungen zum Umgang mit Nutzerdaten. Außerdem muss Google eine Mitteilung zu der Entscheidung 48 Stunden lang auf seiner französischen Homepage veröffentlichen.
Die CNIL kritisiert bereits seit geraumer Zeit, dass Google die Datenschutzbestimmungen für mehr als 60 seiner Services, darunter die Suche, Youtube oder Gmail, zusammenfasst und Daten gesammelt auswertet. "Aufgrund der Anzahl der darunter fallenden Services sind nahezu alle Internetnutzer in Frankreich betroffen", heißt es auf der Homepage der Behörde. Die CNIL kritisiert, dass der Prozess der Datenverarbeitung durch Google für die Nutzer intransparent sei und ihnen kaum Wahlmöglichkeiten einräume.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich unter französischer Federführung die lokalen Datenschutzbehörden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien zu einer gemeinsamen Task Force zusammengeschlossen, um Google genauer auf die Finger zu schauen. In Frankreich führte diese Initiative nun zu der Verhängnung des Strafgeldes.

Google verweist laut Cnet News darauf, dass man in der Sache eng mit der CNIL zusammengearbeitet habe, um die eigenen Datenschutzbestimmungen darzulegen und zu erläutern, wie diese erlaubten, einfachere und effizientere Dienste zu entwickeln. Man wolle den Report der Behörde nun sorgfältig prüfen, um sich die nächsten Schritte zu überlegen. ire
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