"Frankfurter Rundschau" Bascha Mika wird Chefredakteurin

Mittwoch, 19. Februar 2014
Bascha Mika (Foto: Euku/GNU)
Bascha Mika (Foto: Euku/GNU)

Die "Frankfurter Rundschau" wird künftig von einer Doppelspitze geleitet: Ab April wird die ehemalige "taz"-Chefin Bascha Mika Chefredakteurin der linksliberalen Frankfurter Tageszeitung. Arnd Festerling bleibt als Chefredakteur an Bord. Bascha Mika war von 1999 bis 2009 Chefredakteurin der linksalternativen "tageszeitung" mit Sitz in Berlin. Zuletzt war sie als Publizistin und Autorin tätig und leitet zusammen mit ihrem Lebensgefährten Carsten Großeholz als Honorarprofessorin den Studiengang Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. Nun kehrt die 60-Jährige noch einmal in das journalistische Tagesgeschäft zurück. Sie freue sich "Verantwortung für eine Zeitung übernehmen zu dürfen, deren publizistische Tradition beispielhaft ist".

Arnd Festerling, der die Chefredaktion seit 2012 interimistisch geführt hat, bleibt ebenfalls an Bord. Der langjährige Redakteur - Festerling ist seit 1990 bei der "Frankfurter Rundschau" - hatte nach dem Verkauf der Tageszeitung an die "FAZ" zunächst angekündigt, die Chefredaktion abzugeben, sobald ein neuer erster Journalist für die "FR" gefunden ist.

Die neue Doppelspitze wolle sich nun gemeinsam "der Weiterentwicklung der 'Frankfurter Rundschau' widmen und das Gewicht der linksliberalen Stimme aus Frankfurt in der öffentlichen Diskussion ausbauen", teilt der Verlag mit. Unterstützt wird die Chefredaktion von Michael Bayer, der sich vor allem um die digitalen Produkte kümmert.

Die "Frankfurter Rundschau" war vor ziemlich genau einem Jahr nach der Insolvenz von der Frankfurter Societät übernommen worden. Nachdem die Redaktion auf 28 Mitarbeiter radikal verkleinert wurde, machte die Traditionszeitung 2013 erstmals seit Jahren wieder einen operativen Gewinn. dh
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