Filmförderung Deutscher Film steigert Marktanteil in insgesamt schwachem Kinojahr

Dienstag, 10. Februar 2015
"Honig im Kopf" von Til Schweiger war der erfolgreichste deutsche Film des Jahres
"Honig im Kopf" von Til Schweiger war der erfolgreichste deutsche Film des Jahres
Foto: Verleih

Die Filmförderungsanstalt FFA hat für das Kinojahr 2014 eine gemischte Bilanz gezogen. Während die Zahl der Besucher und der Kinoumsatz insgesamt rückläufig waren, konnte der deutsche Film seinen Marktanteil auf den zweitbesten Wert aller Zeiten ausbauen.
Insgesamt verzeichneten die deutschen Filmtheater im vergangenen Jahr 121,7 Millionen Besucher. Im Vergleich zum Vorjahr wurden damit 8 Millionen Ticktes weniger verkauft - ein Minus von rund 6 Prozent. In der Folge sank auch der Umsatz der deutschen Kinos von 1.023 Millionen Euro im Jahr 2013 auf knapp 980 Millionen Euro in 2014 (-4,2 Prozent). Erfreulich entwickelte sich dagegen der Marktanteil des deutschen Films: Der Marktanteil deutscher Produktionen nach Anzahl der Besucher erreichte im vergangenen Jahr 26,7 Prozent. Das war der zweitbeste Marktanteil für deutsche Filme nach dem Ausnahmejahr 2009. Bedanken können sich die hiesigen Kinobetreiber dabei wieder einmal bei Til Schweiger. Dessen Tragikomödie "Honig im Kopf" musste sich mit rund 4,6 Millionen Besuchern nur dem letzten Teil der Fantasy-Trilogie "Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere geschlagen geben", der fast 6 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte.

Weitere deutsche Kassenschlager waren "Vaterfreuden" von und mit Matthias Schweighöfer, "Stromberg - Der Film", der Kinderfilm "Fünf Freunde 3", die Komödie "Männerhort" und der Kinderfilm "Bibi und Tina - Der Film".

FFA-Vorstand Peter Dinges bewertete das Kinoergebnis 2014 "als eher enttäuschend – wobei der deutsche Film einmal mehr ein positives Ausrufezeichen gesetzt hat". Allein im ersten Quartal habe der deutsche Marktanteil bei "rekordverdächtigen 44 Prozent gelegen, was sicherlich nur eine Momentaufnahme ist. Es zeigt sich jedoch, dass unser gemeinsames Ziel von 30 Prozent für den deutschen Film längst keine Wunschträumerei mehr ist", betonte Dinges. dh
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