Festnahme in den USA Deutsche Journalisten verklagen US-Polizei in Ferguson

Mittwoch, 01. April 2015
Auch Ansgar Graw von der "Welt" klagt gegen die Polizei in Ferguson
Auch Ansgar Graw von der "Welt" klagt gegen die Polizei in Ferguson
Foto: Axel Springer

Mehr als ein halbes Jahr nach den schweren Unruhen in der US-Stadt Ferguson haben drei deutsche Journalisten die dortige Polizei wegen ihres harten Vorgehens verklagt. Lukas Hermsmeier von der "Bild"-Zeitung, Ansgar Graw ("Die Welt") und Frank Herrmann, der für mehrere Regionalzeitungen schreibt, waren während der Proteste im August festgenommen worden. Die Polizei, der Bezirk St. Louis und 20 Polizisten hätten das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit verletzt und übermäßige Gewalt angewendet, heißt es in der Klageschrift. Hermsmeier und ein US-Journalist, der als Mitkläger auftritt, seien während der Proteste mit Gummischrot beschossen worden.

Die Proteste waren durch den Tod des unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown ausgelöst worden. Seitdem kam es in Ferguson immer wieder zu teils schweren Unruhen, zu denen auch Dutzende Reporter anreisten.

Die Polizei sagte zur Begründung der Festnahmen, die Menschen hätten Aufforderungen, sich zurückzuziehen, nicht rechtzeitig befolgt. Mehrere deutsche Branchenverbände hatten das Vorgehen der Polizei danach kritisiert. dpa
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