Fake News Facebook gibt in Zeitungsanzeigen Tipps gegen Falschmeldungen

Donnerstag, 13. April 2017
Die ganzseitigen Anzeigen erschienen in großen Zeitungen wie der "Bild"
Die ganzseitigen Anzeigen erschienen in großen Zeitungen wie der "Bild"
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Facebook wirbt nun auch mit Printanzeigen für seine Maßnahmen gegen Fake News. In mehreren überregionalen Tageszeitungen erschienen heute ganzseitige Anzeigen, in denen Facebook Tipps zum Erkennen von Falschmeldungen gibt.
Die Anzeigen finden sich heute unter anderem in der "Bild", in der "Süddeutschen Zeitung" und in der "Welt". Darin erklärt Facebook anhand von zehn Tipps, wie Nutzer Falschmeldungen erkennen können. Diese zielen wie bereits berichtet in erster Linie auf die kritische Reflexion der Nutzer selbst. So sollen Nutzer unter anderem Überschriften kritisch lesen, auf die URL der Quelle, das Datum und ungewöhnliche Formatierungen achten. Die zehn Tipps werden Nutzern in Deutschland seit dieser Woche auch im Newsfeed angezeigt. Klickt man auf das Posting, wird man zu einer Seite im Hilfebereich mit den zehn Tipps weitergeleitet. Neben der eigenen Community sollen auch externe Partner Falschnachrichten bei Facebook überprüfen. In Deutschland kooperiert das Netzwerk zu diesem Zweck mit dem Recherchebüros Correctiv. Zudem will Facebook die wirtschaftlichen Anreize für die Verbreitung von Fake News minimieren. 
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Bild: Facebook

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Facebook hat seine Bemühungen im Kampf gegen Fake News zuletzt verstärkt - auch aufgrund des zunehmenden Drucks aus der Politik. In dieser Woche verabschiedete das Kabinett einen Gesetzentwurf, der unter anderem vorsieht, dass offensichtlich strafbare Inhalte wie Verleumdung oder Volksverhetzung im Netz innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde gelöscht werden müssen. Ansonsten drohen drastische Bußgelder in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro.

Wirtschafts- und Medienverbände üben scharfe Kritik an dem geplanten Gesetz. So warnte der Branchenverband Eco vor einer "Löschkultur des vorauseilenden Gehorsams". Aus Angst vor hohen Bußgeldern werde im Zweifel mehr gelöscht, als notwendig wäre. In einer gemeinsamen Deklaration warnte in dieser Woche ein breites Bündnis aus Verbänden, Experten und Vereinen vor den "katastrophalen Auswirkungen" sollte das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz vom Bundestag verabschiedet werden. dh 
Die ganzseitigen Anzeigen erschienen in großen Zeitungen wie der "Bild"
Die ganzseitigen Anzeigen erschienen in großen Zeitungen wie der "Bild" (Bild: Facebook)
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