Facebook Verifizierte Seiten dürfen jetzt Branded Content teilen

Sonntag, 10. April 2016
So sieht es aus, wenn ein Influencer Branded Content auf seiner Seite teilt
So sieht es aus, wenn ein Influencer Branded Content auf seiner Seite teilt
Foto: Facebook
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Facebook Monetarisierung Clare Rubin


Facebook hat seine Richtlinien für das Teilen von Branded Content geändert: Prominente, Influencer oder Medien mit verifizierten Seiten dürfen Inhalte, die in Kooperation mit Marken entstanden sind, nun auf ihren Fanpages teilen. Daraus ergeben sich mehr Möglichkeiten zur Monetarisierung.
Wie die Facebook-Manager Clare Rubin und Nick Grudin in einem Blogpost bekannt geben, sei das Update auf Wunsch von Medienhäusern, Prominenten und Marketern zustande gekommen. Bislang war es ihnen nicht erlaubt, Branded Content auf ihren Facebook-Seiten zu teilen. Dabei kann es sich um Texte, Fotos, Videos (Live, 360 Grad oder konventionell), Instant Articles oder Links handeln, die explizit ein Produkt, eine Marke oder einen Sponsor erwähnen. Allerdings müssen Publisher und Persönlichkeiten bestimmte Dinge beachten. Zusammen mit der Änderung seiner Richtlinien führt Facebook einen Brand-Content-Tag ein, mit dem Marken oder Sponsoren markiert werden müssen. Außerdem wird Facebook Videos mit Wasserzeichen oder Pre-Roll-Spots auch weiterhin nicht erlauben. Ebenfalls verboten sind Profilfotos oder Titelbilder, in die ein Produkt, eine Marke oder ein Sponsor integriert sind.

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Posted by Lady Gaga on Dienstag, 23. Februar 2016
Facebooks neue Branded-Content-Politik ist vor allem für Medien eine gute Nachricht, da sie ihre Facebook-Reichweite nun noch besser vermarkten können. Und Promis - etwa Schauspieler oder Profi-Sportler - müssen ihre Markenkooperationen nun nicht länger in geschickt formulierten Posts verstecken. Zwar sind solche Beiträge auch heute schon an der Tagesordnung - künftig wird dies von Facebook aber nicht nur geduldet, sondern forciert. Und nicht zuletzt weiß der Betrachter durch die Markierungs-Richtlinien, dass er gerade eine Werbung ansieht.

Natürlich dürfte auch Facebook selbst von dem Update profitieren: Ein wesentlich liberalerer Umgang mit Branded Content könnte noch mehr Marken dazu animieren, Facebook als Werbeplattform zu nutzen bzw. die Nutzung der Plattform zu intensivieren. ire
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