Facebook Soziales Netzwerk sortiert werbelastige Seitenbeiträge aus

Montag, 17. November 2014
Facebook will einmal mehr die Relevanz der Newsfeed-Inhalte steigern
Facebook will einmal mehr die Relevanz der Newsfeed-Inhalte steigern
Foto: Facebook
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Facebook Reichweite Sichtbarkeit


Facebook verschärft einmal mehr die Regeln im Kampf um organische Reichweite: Seitenbeiträge, die von den Nutzern als sehr werbelastig empfunden werden könnten, werden ab Januar 2015 in ihrer Sichtbarkeit deutlich beschränkt. Wie Facebook erklärt, basiert die Änderung auf einer Nutzerbefragung "unter mehreren 100.000 Menschen".
Demzufolge seien Meldungen von Freunden und Seiten besonders beliebt, wohingegen werbliche Inhalte für die Mehrzahl der Nutzer eine geringe Relevanz hätten. Dies beziehe sich aber weniger auf Werbeanzeigen, deren Anteil an Neuigkeiten im Newsstream ohnehin auf rund 5 Prozent beschränkt werde, als vielmehr auf sehr werbelastige Beiträge. Für solche Inhalte gab es bislang keine vergleichbaren Kontrollmechanismen, sodass viele Nutzer sie zu sehen bekamen, ohne sie als relevant zu empfinden. Das möchte Facebook nun ändern. Der Wettbewerb um Sichtbarkeit im Newsstream ist aufgrund der enormen Anzahl der Inhalte so groß geworden, dass man den Nutzern möglichst nur noch Inhalte zeigen will, die sie wirklich interessieren. Wie das Unternehmen mitteilt, werden deshalb folgende Arten von Beiträgen mit Beginn des kommenden Jahres in ihrer organischen Reichweite beschränkt: Beiträge, die dazu auffordern, ein Produkt zu kaufen oder eine App zu installieren bzw. an Promotions oder Preisauschreiben "ohne authentischen Kontext" teilzunehmen sowie Posts, die genau dieselben Inhalte wie Werbeanzeigen verwenden.

Begrenzt Facebook die Anzahl jener Inhalte, die den Nutzern möglicherweise auf die Nerven gehen könnten, bleiben die Nutzer auch länger auf der Plattform. Und das ist wiederum ein gewichtiges Argument für Marken, auf Facebook zu werben. Gleichzeitig geht mit der neuesten Änderung einher, dass Seitenbetreiber, die bislang auf organische Reichweite setzten, um werbliche Inhalte abzusetzen, nun dazu gedrängt werden, Werbeanzeigen zu schalten. Für die Nutzer ist das eine gute Nachricht - viele Seitenbetreiber aber müssen ihre Facebook-Strategie womöglich überdenken.

Wie schon zu Beginn des Jahres. Damals hatte eine Untersuchung von Social@Ogilvy für Aufsehen gesorgt, derzufolge Inhalte ohne bezahlte Unterstützung im Newsfeed an Reichweite verlieren würden. In der Folge entstand eine Debatte unter Werbungtreibenden über die Rolle des sozialen Netzwerks im Kommunikationsmix. ire
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