Facebook-Managerin Sheryl Sandberg "Für Hass gibt es keinen Platz auf Facebook"

Donnerstag, 07. September 2017
Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg
Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg
© Facebook

Die anhaltende Kritik großer Werbekunden zeigt offenbar Wirkung: Facebook-Managerin Sheryl Sandberg kündigt im Exklusivinterview mit der "Lebensmittel Zeitung" an, den Werbungtreibenden künftig mehr Einfluss auf das Werbeumfeld einzuräumen.

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"Wir wollen Werbung transparent und sicher machen", sagt Sheryl Sandberg. Sie reagiert damit auf wachsende Kritik an den bisherigen Geschäftspraktiken des US-Netzwerkgiganten. Werbekunden, Medienunternehmen und Politik machen seit geraumer Zeit gegen den Konzern Front, um die Macht von Facebook zu brechen. Die Werbeeinnahmen des Unternehmens werden für dieses Jahr auf 36 Milliarden US-Dollar geschätzt. Erst diese Woche hat Gruner+Jahr-Verlagschefin Julia Jäkel die Diskussionen um Facebook erneut befeuert und ein Umdenken der Wirtschaft gefordert, wenn es um die Verteilung ihrer Werbemilliarden geht.

Julia Jäkel
Bild: Jorinde Gersina / Gruner + Jahr

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Zuletzt hatte Procter-Manager Marc Pritchard im Februar mit kritischen Äußerungen eine Debatte über die Wirksamkeit bestimmter Formen von Facebook-Werbung losgetreten. Werbewirkungsanalysen des US-Konsumgüterriesen hätten gezeigt, dass sich Facebook-Werbung, die per Tracking und Targeting zu sehr auf eine spezifische und eng definierte Zielgruppe zugeschnitten wurde, nicht rentiert.

„Facebook weiß auch, dass es wichtig ist, die richtigen Insights zu liefern, damit die Kunden wissen, wie ihr Geschäft weiter wachsen kann", sagt die Managerin. "Wir ermöglichen mehr externe Verifizierung, damit Marketer die Ergebnisse für sämtliche Impressionen, die sie auf Facebook kaufen, durch einen Dritten überprüfen und messen können."

Auch auf die Sorgen der Werbekunden bezüglich des Werbeumfelds geht Sandberg ein: "Für Hass oder Inhalte, die für Gewalt oder Terrorismus werben, gibt es keinen Platz auf Facebook. Wir arbeiten sehr intensiv daran, Facebook von sämtlichen Inhalten dieser Art frei zu halten." Außerdem gebe das Unternehmen Markenherstellern die Kontrolle darüber, wo ihre Anzeigen erscheinen. Seit Kurzem könnten zum Beispiel bestimmte Kategorien wie politische Inhalte oder Glücksspiel bei der Platzierung der Werbung blockiert werden. hor 

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