Facebook-Manager "Boz" Bosworth im Video-Interview "Wir machen unseren Job mit großer Demut"

Donnerstag, 09. März 2017
Facebook-Manager Andrew "Boz" Bosworth im Video-Interview während des OMR-Festivals in Hamburg
Facebook-Manager Andrew "Boz" Bosworth im Video-Interview während des OMR-Festivals in Hamburg
Foto: HORIZONT

Als Vice President Ads & Business Platform gehört Andrew "Boz" Bosworth zu den wichtigsten Menschen im Facebook-Universum. HORIZONT Online hat mit dem Manager, der seit 2006 im Unternehmen ist, auf dem Online Marketing Rockstars Festival über die Rolle Facebooks in der "Mobile First"-Welt gesprochen.
Bosworth graduierte im Jahre 2004 von der Harvard-Universität, wo er Computerwissenschaften studierte. Als Assistent seines Professors gab er Kurse in künstlicher Intelligenz. Einer seiner Studenten war Mark Zuckerberg, heute Bosworths Chef bei Facebook. Der Gründer des sozialen Netzwerks holte "Boz" 2006 ins Unternehmen. Seither war er für wesentliche Weiterentwicklungen der Plattform zuständig, wie etwa den Newsfeed oder mobile Anzeigen. Heute gehören zum Facebook-Universum neben der eigentlichen Plattform auch Projekte und Produkte aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Internet-Drohnen. Wie beschreibt man ein solches Unternehmen? "Wir sind eine Technologiefirma und unser Produkt ist, Menschen zu verbinden", sagt Bosworth im Video-Interview.

Dieses Unternehmen besitzt heute eine enorme Macht - und beeinflusst nicht nur soziale Beziehungen, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Bosworth ist das bewusst - weswegen er sich im Interview nicht als Lautsprecher präsentiert, sondern sich vielmehr in Bescheidenheit übt: Sein Ziel und das Ziel der Menschen bei Facebook sei es, permanent zu lernen. "Wir erfüllen unseren Job mit großer Demut", versichert er. "Wir glauben nicht, auf alles eine Antwort zu haben, aber wir haben viele Ideen."

Kurz zuvor hatte Bosworth auf der Hauptbühne eine unterhaltsame Show abgeliefert - und dabei dem Namen seiner Gastgeber alle Ehre gemacht. Nicht viele Menschen lassen sich um halb zehn Uhr morgens vor tausenden Zuhörern einen "Smokey Biggs", einen Drink aus Wodka und Scotch, mixen. Aber ihn erinnere das an die Anfangszeit bei Facebook, als er dieses Getränk fast jeden Tag getrunken und dabei Codes programmiert hatte.

Ausgetrunken hat er das Glas letztendlich nicht. Auch Rockstars werden mit zunehmendem Alter zahmer. ire
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