Facebook Hacker stiehlt sich auf Zuckerberg-Profil

Montag, 19. August 2013
So dokumentiert Shreateh sein Posting an Mark Zuckerberg (Bild: Screenshot khalil-sh.blogspot.de)
So dokumentiert Shreateh sein Posting an Mark Zuckerberg (Bild: Screenshot khalil-sh.blogspot.de)


Eigentlich wollte der Hacker Khalil Shreateh nur auf eine Sicherheitslücke bei Facebook aufmerksam machen. Weil sich das für IT-Sicherheit zuständige Personal bei dem Unternehmen jedoch taub stellte, griff der Programmierer zu einem radikalen Mittel. Wie Shreateh auf seinem Blog dokumentiert, hatte er eine Möglichkeit gefunden, an die Pinnwände fremder Facebook-Mitglieder zu schreiben - auch ohne dass eine digitale Freundschaft besteht. Als das Facebook-Team auch nach zweimaliger Kontaktaufnahme durch Shreateh den Bug nicht anerkennen wollte, stellte der Palästinenser die von ihm gefundene Sicherheitslücke öffentlich unter Beweis und postete an die Pinnwand von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. "Lieber Mark Zuckerberg", beginnt Shreateh sein Posting, "bitte entschuldige, dass ich in deine Privatsphäre eindringe und an deine Wall poste, ich hatte keine andere Wahl nach all den Berichten, die ich an das Facebook-Team geschickt habe." Im Folgenden schildert Shreateh, was er herausgefunden hat. Wenig später wird sein Facebook-Konto gesperrt.

In dem Forum "Hackernews" stellt Facebook-Mitarbeiter Matt Jones kurz darauf seine Sicht der Dinge dar. Die beanstandete Sicherheitslücke sei bereits geschlossen worden. Und ja, man hätte auf Shreatehs Anliegen näher eingehen müssen. Aber die in schlechtem Englisch gestellte Anfrage sei relativ dünn gewesen. Und noch etwas weiß der Facebook-Mann zu berichten: Weil Shreateh den Bug an einem echten Profil demonstriert habe, werde ihm nicht die Belohnung zuteil, die Facebook ansonsten für das Aufzeigen von Sicherheitslücken spendiert. Denn sein Vorgehen widerspreche Facebooks Nutzungsbedingungen, die eine Premie an so genannte White Hat Hacker vorsieht, also solche, die in aufrichtiger Mission unterwegs sind. Über eine Million Dollar habe bislang man an diese Helfer ausgeschüttet, schreibt Jones. ire
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