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Technologie-Optimistin qua Beruf: Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg
Dmexco

Facebook-COO Sandberg "Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst"

Technologie-Optimistin qua Beruf: Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg
Sie ist die mächtigste Frau im Silicon Valley und eine der einflussreichsten Managerinnen der Welt: Sheryl Sandberg. Am Mittwochnachmittag stand sie zum ersten Mal auf der Dmexco-Bühne und führte ihre rund 2500 Zuhörer durch "die schnellste Veränderung von Kommunikation, die die Welt je gesehen hat".
von Katrin Ansorge, Donnerstag, 14. September 2017
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    Vorneweg, für alle, die es vielleicht erwartet hätten: Einen echten Einblick in das Mega-Netzwerk, das weltweit von mehr als 2 Milliarden Menschen genutzt wird und sich hierzulande sowohl wegen fehlender Transparenz als auch wegen fehlender Konsequenz im Umgang mit Hate Speech kritisieren lassen muss, gab die engste Vertraute von Mark Zuckerberg nicht. Stattdessen formulierte sie in euphorischen Worten drei "Erfolgsgeheimnisse" für Unternehmen in der digitalen, durch Facebook vernetzten Welt.

    1. Fokussiere dich auf deine Mission!

    Es klingt einfach: Jedes Unternehmen startet mit einem bestimmten Ziel und sollte alles dafür tun, dieses Ziel auch zu erreichen. Facebook folgt beispielsweise schon einer zweiten Mission. Ging es zunächst darum, die Welt zu vernetzten und jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, seine Erlebnisse zu teilen, hat Zuckerberg Anfang dieses Jahres ein neues Mantra für Facebook formuliert: "Our Mission is to give people the power to build community and bring the world closer together." Heißt: Die Menschen und mit ihnen die ganze Welt soll enger zusammenrücken. Eine Mission wie diese gebe dem eigenen Handeln Sinn, so Sandberg mit Nachdruck. Nun denn.

    2. Bilde eine Gemeinschaft!

    Nicht nur Einzelpersonen, die zu einer Familie, an einem Arbeitsplatz oder in ein Wohngebiet gehörten, könnten von dieser Gemeinschaft profitieren, auch für Unternehmen sind eigene Communities auf ihren Websites oder in Apps nützlich. Einzige Voraussetzung: Vertrauen. An dieser Stelle schlägt die Facebook-Managerin leisere Töne an, aber immerhin ignoriert sie das, zumindest hierzulande existierende Vertrauensproblem ihrer Plattform nicht komplett. "Wir nehmen unsere Verantwortung, die wir unseren Nutzern und Werbekunden gegenüber haben, sehr ernst", sagte Sandberg. Geplant sei, Unternehmen vor, während und nach einer Kampagne mehr Kontrolle darüber zu geben, wo ihre Anzeigen zu sehen sind. Konkreter zum Thema hatte sich am Mittwoch Carolyn Everson, VP Global Marketing Solutions bei Facebook, geäußert.

    3. Erzähle, wer du bist!

    Jetzt kommt es, einer der Lieblingsargumente des Silicon Valleys: "Unternehmen müssen etwas mit der Community teilen, sie müssen sich austauschen." Was dabei nach wie vor am besten funktioniert, ist Sandberg zufolge Kreativität. Video sei eine neue Möglichkeit für Marken, Geschichten zu erzählen und auf eine authentische Art und Weise mit ihren (potenziellen) Kunden zu kommunizieren. "Wir kümmern uns leidenschaftlich um kreative Anzeigen, sodass sie genauso gut werden wie die Inhalte, die eure Freunde mit euch teilen." Utopisch hört sich das höchstens außerhalb der Welt von Sheryl Sandberg an. kan

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