"FAZ" Tobias Trevisan hört auf

Freitag, 26. Juli 2013
Tobias Trevisan verlässt die "FAZ"
Tobias Trevisan verlässt die "FAZ"

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" verliert Tobias Trevisan. Der 54-Jährige, der seit 2005 der "FAZ"-Geschäftsführung angehört und seit 2006 als deren Sprecher fungiert, hat den Aufsichtsrat der Gesellschaft informiert, dass er seinen bis August 2015 laufenden Vertrag nicht mehr verlängern will. "Nach bald zehn äußerst interessanten und intensiven Jahren bei der FAZ möchte ich künftig aus privaten Gründen mehr Zeit in der Schweiz verbringen und auf Mandats- und Projekt-Basis weiterhin im internationalen Medienumfeld tätig sein", erläutert Trevisan die Gründe für seine Entscheidung. Mit der frühzeitigen Ankündigung wolle er dem Verlag ermöglichen, eine bestmögliche Nachfolgeregelung zu finden, heißt es in einer Mitteilung der "FAZ". Bis zum Eintritt des Nachfolgers stehe Trevisan dem Titel "im vollen Umfang zur Verfügung". Danach wolle er im Rahmen eines Beirats-Mandats den weiteren Aufbau der von ihm initiierten "FAZ Executive School" begleiten.

Bei der "FAZ" hat man die Entscheidung Trevisans mit Bedauern zur Kenntnis genommen. "Trevisan hat das Unternehmen in einem sehr schwierigen Marktumfeld erfolgreich geführt und es mit einer klaren strategischen Ausrichtung sowie mit dem Aufbau neuer Geschäftsfelder im laufenden Transformationsprozess der Medien ausgezeichnet positioniert", sagt Karl Dietrich Seikel, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Trevisan hat laut Verlagsangaben den Bereich digitale Medien in die Gewinnzone geführt und der "FAZ" mit dem Einstieg in den Weiterbildungsmarkt eine Wachstumsperspektive erschlossen. Auch die Übernahme der "Frankfurter Rundschau", die Gründung der Quality Alliance und die Beteiligung an der iq digital geht auf Trevisans Kappe. mas
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