Extra 3 So spießt der NDR die Wahlwerbung der AfD auf

Donnerstag, 30. Oktober 2014
Extra 3 drehte den AfD-Spot neu - mit den gleichen Menschen, aber völlig anderen Botschaften
Extra 3 drehte den AfD-Spot neu - mit den gleichen Menschen, aber völlig anderen Botschaften
Foto: Extra 3/Screenshot Youtube
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Parteienwerbung mal anders: Die NDR-Satiresendung Extra 3 hat der Alternative für Deutschland (AfD) eins ausgewischt und einen Wahlwerbespot der umstrittenen Partei neu gedreht - mit den gleichen Schauspielern, aber völlig anderen Botschaftern.
Mit Wahlwerbung ist es ja generell so eine Sache: Wenn man nicht aufpasst, verwendet man das gleiche Stockmaterial wie ein Rivale. Dadurch können peinliche Parallelen entstehen - obwohl man programmatisch nichts miteinander zu tun hat. So erging es der FDP im vergangenen Bundestagswahlkampf, als die Partei in einem TV-Spot dieselbe Musterfamilie aufbot wie die NPD. Dumm gelaufen.
Ähnlich dürften die Verantwortlichen der AfD reagieren, wenn sie heute Abend die Satiresendung Extra 3 im NDR einschalten sollten: Das Team um Moderator Christian Ehring hat einen Wahlwerbespot der umstrittenen Partei aus dem vergangenen Jahr neu gedreht. Wohlgemerkt mit den gleichen Schauspielern, die anno 2013 noch für einen Austritt Griechenlands aus der EU oder strengere Regeln bei der Zuwanderung plädierten. Allerdings sagen sie diesmal ganz andere Sätze wie: "Wir sind Schauspieler. Ob wir nun eine Leiche im Tatort spielen oder einen AfD-Anhänger - wo ist denn da der Unterschied?".

"Mut zur Wahrheit", hatte die AfD im Bundestagswahlkampf 2013 gefordert. So wird die Partei sich das allerdings nicht vorgestellt haben. ire

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