"Es war auch Glück dabei" Google-Sprecher Klaas Flechsig über seinen Erfolg bei "Wer wird Millionär?"

Dienstag, 20. Mai 2014
Klaas Flechsig bei der 500.000-Euro-Frage (Foto: RTL)
Klaas Flechsig bei der 500.000-Euro-Frage (Foto: RTL)

Kollegen und Freunde nennen ihn liebevoll "Klugscheißer" - diesem Spitznahmen hat Klaas Flechsig vor 4,77 Millionen Fernsehzuschauern nun wahrlich alle Ehre gemacht. Als 56. Teilnehmer in Günther Jauchs RTL-Rateshow "Wer wird Millionär?" sicherte sich der Google-Pressesprecher mit bemerkenswertem Allgemeinwissen, einer sachlichen Spielweise und Mut zum Risiko in den richtigen Momenten stolze 500.000 Euro. Im Interview mit HORIZONT.NET am Tag nach der Ausstrahlung erzählt der 36-Jährige von den Gefühlen auf dem "WWM"-Stuhl, der Google-Lehrstunde für Moderator Jauch und von seiner Zukunft als Halbmillionär. Herr Flechsig, Sie haben bei Günther Jauch grandios 500.000 Euro abgeräumt. Wie fühlt man sich auf dem Stuhl, wenn die Millionenfrage gestellt wird? Es ist schon eine unwirkliche Situation. Man stellt sich das vielleicht entspannter vor, aber die Zeit auf dem Stuhl ist schon anstrengend. Ich jedenfalls habe mich teilweise sehr alleine gefühlt und wollte mich vor einem Millionenpublikum bloß nicht blamieren.

Dabei sah ihr Vorgehen bis zu den letzten Fragen spielerisch leicht aus. Von Lampenfieber war da nichts zu spüren. Ich habe einfach immer versucht, mich zu konzentrieren. Es hat mir auch geholfen, dass ich mit der Sicherheitsvariante nur auf 16.000 Euro zurückfallen konnte. Aber ich muss sagen: Es war auch Glück dabei!

Wahrscheinlich können Sie sich vor Glückwünschen kaum retten. Haben Sie den Kollegen schon einen ausgegeben? (lacht) Ehrlich gesagt bin ich dazu noch nicht gekommen. Aber klar: Heute kommen schon mehr Leute im Büro auf mich zu als sonst. Das ist schon ein ziemlicher Rummel - den versuche ich aber ganz bewusst klein zu halten.

Sie sprachen in der Sendung von Ihren Reiseplänen und dem Traum von einem eigenen Unternehmen. Muss Ihr Arbeitgeber Google jetzt Ihre Kündigung oder zumindest ein Sabbatical befürchten? Nein, nein. Natürlich habe ich diese Wünsche und Träume, bin aber genauso glücklich mit meinem Leben im Augenblick. Auf absehbare Zeit wird sich daran auch nichts ändern. Ich bleibe Google noch eine ganze Weile erhalten.

Hätten Sie gedacht, dass Sie Günther Jauch vor laufenden Kameras über Retargeting und Cookies aufklären dürfen? Das war so nicht unbedingt abzusehen, das stimmt. Aber natürlich war es auch eine tolle Gelegenheit, das vor einem großen Publikum mal zu erklären. Es gibt viel zu viele Missverständnisse, was Online-Werbung betrifft.

Hand aufs Herz: Haben Sie die Suchmaschine jemals so vermisst wie bei der 1-Millionen-Euro-Frage, als es um den Staat mit der längsten Landgrenze zu seinen Nachbarstaaten ging? Google Maps habe ich definitiv noch nie so vermisst wie in diesem Moment - zumal ich bei dieser Frage zwischen zwei Antwortmöglichkeiten geschwankt habe. Aber ohne Maps war mir das einfach zu heiß.

Interview: Tim Theobald


Twitter-Reaktionen zum 500.000-Euro-Gewinner Klaas Flechsig:





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