Ernst Elitz "Bild"-Ombudsmann hat bereits 100 Anfragen bekommen

Dienstag, 28. Februar 2017
Ernst Elitz ist Ombudsmann der "Bild"
Ernst Elitz ist Ombudsmann der "Bild"
Foto: Screenshot Bild.de
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Julian Reichelt Ernst Elitz Facebook


Der neue Ombudsmann der "Bild"-Zeitung, Ernst Elitz, soll noch diese Woche seine ersten Einschätzungen zu kritischen Leserfragen veröffentlichen. Das kündigte Julian Reichelt, Vorsitzender der "Bild"-Chefredaktionen, am Dienstag auf Facebook live an.

Elitz (75), langjähriger Intendant des Deutschlandradios, hatte die neu geschaffene Aufgabe als Ansprechpartner für "Bild"-Leser in der vergangenen Woche übernommen. Inzwischen habe er rund 100 Anfragen erhalten, die er nun auswerte, sagte Reichelt.

Er greife Kritik und Nachfragen zur "Bild"-Berichterstattung auf. Die Ergebnisse seiner Recherchen sollen in der Zeitung veröffentlicht werden. "Wir redigieren nicht, was er dort schreibt", versicherte Reichelt. Gleichzeitig will die Zeitung den Dialog mit den Lesern ausbauen. Auch dabei soll Facebook live eine wichtige Rolle spielen. Bereits gestartet ist die tägliche Live-Diskussion zum "Bild"-Kommentar. Diese Möglichkeit, sich mit der Redaktion auszutauschen, soll es künftig auch bei anderen Gelegenheiten geben, kündigte Reichelt an, etwa bei Geschichten, die besonders brisant seien, zum Beispiel solchen über Flüchtlingspolitik.
Reichelt beantwortete am Dienstagnachmittag 30 Minuten lang Fragen auf Facebook live, konnte aber nur auf einen Teil davon eingehen. Etliche waren allerdings erkennbar Provokationen: Ob die Zeitung von CDU und SPD gesteuert werde, lautete eine, ob es bald Krieg in Deutschland gebe und wer in der Redaktion für die CIA arbeite, zwei andere. dpa

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