Constantin Film Oliver Berben wird Vorstand TV, Entertainment und digitale Medien

Donnerstag, 24. November 2016
Oliver Berben
Oliver Berben
Foto: Constantin Film

Das Produktionsunternehmen Constantin Film verstärkt seinen Vorstand: Ab Januar übernimmt Erfolgsproduzent Oliver Berben das neu geschaffene Ressort TV, Entertainment und digitale Medien. In dem Bereich wird die Entwicklung und Herstellung aller Produktionen gebündelt, die nicht für das Kino bestimmt sind.
Der 45-Jährige ist einer der bekanntesten deutschen Produzenten. Bislang hat der der Sohn von Schauspielerin Iris Berben rund 150 Kino- und Fernsehfilme produziert. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen die Literaturverfilmung "Elementarteilchen", der Historienfilm "Die Päpstin" und die Komödie "Männerhort", für das Fernsehen realisierte Berben unter anderem Filme und Mehrteiler wie "Krupp - Eine deutsche Familie", den ZDF-Mehrteiler "Das Adlon" oder zuletzt das vieldiskutierte TV-Kammerspiel "Terror - Ihr Urteil". Für Constantin Film ist Berben seit der Übernahme der von ihm gegründeten Produktionsfirma Moovie durch Constantin im Jahr 1999 tätig. Seit 2009 verantwortet er außerdem in der Geschäftsführung von Constantin Film Produktion den Bereich Produktion.

"Es ist eine große Freude, dass Oliver Berben nach fast 15 Jahren als Produzent und Geschäftsführer das Vorstandsteam der Constantin Film verstärkt. In Deutschland kenne ich niemanden, der für diese Aufgabe besser geeignet ist", betont Martin Moszkowicz, Vorstandschef von Constantin Film: "Der Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren und ich bin sicher, dass wir unter seiner Führung im Bereich TV, Entertainment und digitale Medien große Erfolge erzielen werden."

TV-Produktionen werden für Constantin Film immer wichtiger - die Schaffung eines eigenen Vorstandsressorts für diesen Bereich ist daher nur konsequent: "Den Großteil unseres Umsatz erzielen wir nicht mehr mit Filmen, sondern mit Fernsehevents wie 'Terror', das für Weihnachten geplante 'Winnetou' oder die für den internationalen Markt ausgelegte Serie 'Shadow Hunters'", sagte Moszkowicz kürzlich im Interview mit HORIZONT.
Martin Moszkowicz, der CEO der Constantin Film
Bild: Constantin

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Zuletzt war das Unternehmen allerdings weniger durch seine Filme als durch den Streit der wichtigsten Gesellschafter des Mutterkonzerns Constantin Medien in den Schlagzeilen. Dabei geht es um einen möglichen Verkauf von Constantin Film. Während der Aufsichtsratschef und ehemalige Kirch-Vertraute Dieter Hahn das Filmgeschäft verkaufen will, um damit die Expansion der Sportvermarktung zu finanzieren, lehnt der ehemalige Vorstandschef und Großaktionär Bernhard Burgener die Pläne strikt ab. Gegen einen entsprechenden Entschluss der Hauptversammlung Anfang November, die mit einem Eklat und dem Ausschluss Burgeners und seiner Verbündeten von der Abstimmung endete, ist derzeit eine Anfechtungsklage anhängig. dh
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