Entschädigung Vergleich zwischen Kachelmann und "Bild" gescheitert

Montag, 18. Mai 2015
Jörg Kachelmann hat die "Bild" auf Schmerzensgeld in Millionenhöhe verklagt
Jörg Kachelmann hat die "Bild" auf Schmerzensgeld in Millionenhöhe verklagt
Foto: dfv

Im Prozess um eine Millionen-Klage des Fernsehmoderators Jörg Kachelmann gegen die "Bild"-Zeitung sind Vergleichsgespräche gescheitert. Das bestätigten die Anwälte beider Seiten am Montag. Das Landgericht Köln will nach Angaben eines Sprechers am 2. September eine Entscheidung verkünden.
Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker teilte mit: "Bild ist nicht bereit, freiwillig eine Rekordsumme für die beispiellose Hetzkampagne gegen Herrn Kachelmann zu bezahlen. Also wird es nun ein Urteil in Rekordhöhe geben. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung." Kachelmann fordert von Springer insgesamt 2,25 Millionen Euro. Der Anwalt von Springer, Jan Hegemann, sagte lediglich, die Vergleichsgespräche hätten zu keinem Ergebnis geführt. Die Kammer des Landgerichts Köln hatte im Februar durchblicken lassen, dass sie in 26 Fällen bei Print und in 21 Fällen bei Online eine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung für möglich hält. Das Gericht hatte nichts zur Höhe einer möglichen Entschädigung gesagt.
„Bild ist nicht bereit, freiwillig eine Rekordsumme für die beispiellose Hetzkampagne gegen Herrn Kachelmann zu bezahlen. Also wird es nun ein Urteil in Rekordhöhe geben.“
Ralf Höcker
Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Er sieht sich durch die Prozess-Berichterstattung weiter Teile der Medien verleumdet. "Bild" weist die Vorwürfe zurück. 

Der Wettermoderator hat auch gegen die Magazine "Bunte" und "Focus" von Hubert Burda Media geklagt. Zusammengerechnet belaufen sich Kachelmanns Forderungen auf 3,25 Millionen Euro dpa
Meist gelesen
stats