Einschaltquoten AGF misst ab 2016 auch TV-Nutzung von Nicht-EU-Ausländern

Donnerstag, 05. November 2015
Künftig werden alle deutschsprachigen Zuschauer unabhängig von ihrer Herkunft erfasst
Künftig werden alle deutschsprachigen Zuschauer unabhängig von ihrer Herkunft erfasst
Foto: Fotolia/Franz Pflügl

Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) misst ab 2016 den Fernsehkonsum der gesamten deutschsprachigen Bevölkerung. Bislang bestand die sogenannte Grundgesamtheit lediglich aus Deutschen und deutschsprachigen EU-Bürgern. Ausländer aus Nicht-EU-Staaten fielen bei der Quotenmessung bislang weitgehend unter den Tisch.
Ausländer aus Staaten, die nicht zur EU gehören, wurden laut AGF bislang lediglich erfasst, wenn sie in Haushalten mit einem "Haupteinkommensbezieher mit EU-Nationalität" leben. Künftig ist die Nationalität für die Erfassung im AGF-Panel nicht mehr relevant. Ab 2016 umfasst die Grundgesamtheit die gesamte deutschsprachige Bevölkerung. Dadurch wird künftig auch die TV-Nutzung von deutschsprachigen Nicht-EU-Ausländern, wie zum Beispiel in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürgern gemessen. Die Zahl der erfassten TV-Haushalte steigt damit um 3,1 Prozent auf rund 38,2 Millionen. Die Zahl der Zuschauer, die durch das AGF-Panel abgebildet werden, klettert um 3,8 Prozent auf 75,1 Millionen (bislang 72,4 Millionen), also um fast 3 Millionen potenzielle Zuschauer.

Das AGF-Panel basiert auf der jeweils aktuellesten Media-Analyse Radio, der wiederum die Daten der letzten Volkszählung im Jahr 2011 zugrunde liegen. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung misst im Auftrag der Fernsehsender die TV-Nutzung in Deutschland. Gesellschafter der AGF sind ARD, ZDF, die Mediengruppe RTL Deutschland und Pro Sieben Sat 1 Media. dh
Die Zahl der erfassten Haushalte und Zuschauer steigt ab 2016
Die Zahl der erfassten Haushalte und Zuschauer steigt ab 2016 (Bild: AGF)

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