"Eingriff in die Pressefreiheit" Bauer klagt erneut gegen "ARD Buffet"

Freitag, 06. Mai 2016
Das Magazin erscheint in der Verlagsgruppe Burda Life
Das Magazin erscheint in der Verlagsgruppe Burda Life
Foto: Hubert Burda Media

Die Bauer Media Group geht erneut gerichtlich gegen den unliebsamen Konkurrenten "ARD Buffet" vor. Der Bundesgerichtshof hat gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg jetzt Revision zugelassen. Bauer will die von Burda verlegte Zeitschrift verbieten lassen.
Bauer sieht in dem Titel, der auf der gleichnamigen Sendung des SWR basiert, einen unzulässigen Eingriff in den freien Wettbewerb. "Ein Sender, der GEZ-Gebühren erhält, kann sich aufgrund des finanziellen Vorteils nicht ohne Rücksicht auf dem freien Wettbewerb bewegen", heißt es in einer Pressemitteilung des Verlags. Mit der Klage verfolge man das Ziel, dass sich öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten bei der Publikation von Zeitschriften an die rundfunkrechtlichen Vorgaben halten. "Das Vorgehen des SWR ist ein schwerwiegender Eingriff in die Pressefreiheit", meint Andreas Schoo, Konzerngeschäftsleiter der Bauer Media Group: "Es ist aus Sicht der Bauer Media Group nicht hinnehmbar, dass eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt mit Zwangsgebühren ohne Rücksicht in privatwirtschaftliche Medien drängt."

Was Bauer nicht erwähnt: Der Titel wird nicht vom Südwestrundfunk selbst herausgegeben, sondern im Rahmen einer redaktionellen Kooperation von Hubert Burda Media. Mit einer Auflage von rund 153.000 Exemplaren (IVW 1/2016) ist das monatlich erscheinende "ARD Buffet" auch ein direkter Konkurrent für die Kochzeitschriften "Lecker" (Auflage: 164.000 Ex.) oder "Tina Koch & Back-Ideen" (126.000 Ex.) von Bauer.

Der Verhandlungstermin vor dem BGH ist auf den 29. September festgesetzt worden. dh
Meist gelesen
stats