Eine Kugel Grashüpfer, bitte! Der "Economist" kämpft mit Insekteneis gegen Hunger

Mittwoch, 08. Juli 2015
"The Economist" testet den britischen Hunger auf Insekteneis
"The Economist" testet den britischen Hunger auf Insekteneis
Foto: Economist
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Insekteneis The Economist


Die Briten sind berühmt für ihren manchmal doch recht eigenen Geschmackssinn. Doch das dürfte selbst die in kulinarischen Dingen abgehärtetsten Inselbewohner überfordern: Der "Economist" verteilt in London in diesen Tagen Gratis-Eis - mit Insektenstückchen! Die Aktion ist Teil einer Kampagne, die nicht nur das Nachrichtenmagazin als Marke stärken soll, sondern auch einen ernsten Hintergrund hat.
Wer seine Geschmacksknospen mal wieder richtig auf Touren bringen will, sollte ernsthaft über einen spontanen Kurztripp nach London nachdenken. In den kommenden zwei Wochen sind die "The Economist"-Eiskrem-Dreiräder in der britischen Hauptstadt unterwegs - und "verwöhnen" Passanten mit so skurrilen Eissorten wie "Scurry Berry", einem Fruchteis gemischt mit Insektenstücken, und "Choc Hopper", einem Schokoladeneis mit Grashüpfer-Stückchen.
Bei der Kampagne wird das Nachrichtenmagazin von der Agentur Sense unterstützt
Bei der Kampagne wird das Nachrichtenmagazin von der Agentur Sense unterstützt (Bild: Economist)
Mit der aufmerkamkeitsstarken Aktion will der "Economist" nicht nur Werbung in eigener Sache betreiben. Die Kampagne, die von der Agentur Sense umgesetzt wird, soll auch auf das Problem der sich verknappenden Nahrungsressourcen aufmerkam machen, das sich durch den Bevölkerungsanstieg und den Klimawandel weiter verschärft.

Um dem Problem beizukommen, schlägt der "Economist" vor, weniger Fleisch und mehr Insekten zu essen. Die insgesamt rund 2000 essbaren Insektensorten seien nicht nur gesünder als Fleisch, sondern auch eine viel nachhaltigere Ressource als Nutztiere. Na dann, enjoy your beetle! mas
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