Edward-Snowden-Interview Was der Penis von John Oliver mit dem NSA-Skandal zu tun hat

Dienstag, 07. April 2015
John Oliver im Interview mit Edward Snowden
John Oliver im Interview mit Edward Snowden
Foto: Screenshot Youtube
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John Oliver ist in den USA so etwas wie der Shootingstar unter den Late-Night-Talkern. Warum das so ist, bewies der 37-jährige Brite in der jüngsten Ausgabe seiner "Last Week Tonight" mit einem sagenhaften Stück Unterhaltungs- und - in diesem Fall viel wichtiger - Bildungsfernsehen: Er interviewte Edward Snowden in Moskau mit dem Ziel, mehr Empörung unter den US-Bürgern in Sachen NSA-Abhörskandal auszulösen.
Was bei dem insgesamt 33-minütigen Beitrag herauskam, ist politische Realsatire at its best: Nach wenig spektakulären Fragen zu Beginn des Gesprächs wendet sich das Blatt, als Oliver Snowden damit konfrontierte, dass sich in den USA keiner für die Bedeutung der massiven Datenschutz- und Privatsphäre-Verletzungen durch die NSA interessiert. Mehrfach unterbricht der Moderator den Whistleblower bei dessen detaillierten Ausführungen über die Gefahren solcher Überwachungsmethoden - schließlich würde dass die Amerikaner nicht die Bohne interssieren. 
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Seinen absurden Höhepunkt erreicht das Interview, als Oliver vorschlägt, Snowden müsse die Aufklärung der Menschen in eine Richtung lenken, die sie unmittelbar trifft: nämlich die Existenz eigener Nacktfotos, die der Regierung durch die NSA zugänglich gemacht werden. Erst reagiert Snowden noch verdutzt, doch wird er dann durch eine ihm vorgeführte Straßenumfrage von der vermeintlichen Sinnhaftigkeit des Vorschlags überzeugt. Bitterböse und unnachahmlich beharrt John Oliver auch in den letzten Minuten des Interviews darauf, dass ihn in der ganzen Debatte nur sein Penis interessiere und wie mit entsprechend pikantem Fotomaterial umgegangen werde. Und siehe da: Snowden findet doch noch klare und einfache Worte (siehe komplettes Interview unten).
Im vergangenen Sommer hatte der Comedian und Moderator auch in der Werbebranche für Aufsehen gesorgt, als er der breiten Öffentlichkeit Native Advertising erklärte und die Werbeform in 11 Minuten genüsslich verriss. tt
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