EU-Wettbewerbsverfahren Doch keine Einigung mit Google?

Montag, 28. Juli 2014
EU-Kommissar Joaqin Almunia
EU-Kommissar Joaqin Almunia
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Google Machtmissbrauch EU FAZ Joaqin Almunia Internetgigant


Google kommt möglicherweise beim EU-Verfahren wegen angeblichen Machtmissbrauchs doch nicht so glimpflich davon wie erwartet. Nach einem Bericht der FAZ ist EU-Kommissar Joaqin Almunia derzeit auf Konfrontationskurs mit dem Internetgiganten. Dabei hatte es lange so ausgesehen, als wäre Almunia mit dem von Google vorgeschlagenen Kompromiss einverstanden. So hatte der Internetkonzern angeboten, künftig eigene Dienste klarer auszuweisen und Links zu drei Konkurrenzangeboten prominent anzuzeigen. Mit dem Vorschlag reagierte Google auf die Beschwerden von Unternehmen, denen zufolge der Suchgigant eigene Spezialdienste für beispielsweise Restaurants und Hotels bei der Ausweisung von Suchergebnissen bevorzuge.

Damit war Almunia zunächst einverstanden. Noch im Frühjahr erweckte er den Eindruck, dass der Google-Vorschlag ein tragfähiger Vergleich sei. Nach weitereren deutlichen Protesten zweifelt der EU-Kommissar laut FAZ offensichtlich nun, dass die verbesserte Sichtbarkeit von Google-Mitbewerbern einem Ende des vermeintlichen Machtmissbrauches gleichkommt. Die FAZ vermutet, dass die EU ihre im Februar getroffene Entscheidung revidiert. Für Google würde dies bedeuten, dass das Unternehmen neue Vorschläge machen muss. vs
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