E-Marketer Instagram könnte Google bei mobilen Display-Erlösen in zwei Jahren überholen

Montag, 27. Juli 2015
Instagram gibt Werbungtreibenden mehr Möglichkeiten - etwa mit Carousel Ads
Instagram gibt Werbungtreibenden mehr Möglichkeiten - etwa mit Carousel Ads
Foto: Instagram

Instagram könnte in einigen Jahren in den USA mehr Geld mit mobiler Display-Werbung verdienen als Twitter und sogar Google. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen E-Marketer in seiner ersten Studie zu den Werberlösen der Facebook-Tochter.
Die Netto-Umsätze von Instagram mit mobiler Display-Werbung in den USA werden im Jahre 2017 voraussichtlich 2,39 Milliarden US-Dollar betragen. Google liegt im gleichen Zeitraum bei 2,38 Milliarden Dollar - also nahezu gleichauf. Da Google den größten Teil seiner Werbegelder immer noch mit Suchwortvermarktung verdient, lohnt ein Blick auf die gesamten mobilen Werberlöse des Internetgiganten: Allein im Jahr 2015 wird Google einer anderen E-Marketer-Studie zufolge in den USA 9,2 Milliarden Dollar mit mobiler Werbung einstreichen.
Instagram Logo
Bild: Instagram

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Die Instagram-Zahlen belegen allerdings, welch beeindruckendes Wachstum die Bilderplattform derzeit hinlegt. In diesem Jahr werden die mobilen Werbeerlöse 595 Millionen Dollar betragen. In zwei Jahren werden es E-Marketer zufolge bereits 2,81 Milliarden Dollar sein. Der mit Abstand größte Teil davon wird in den USA erlöst, wo Instagram mehr als 64,2 Millionen Nutzer hat. In diesem Jahr verdient die Facebook-Tochter mit mobiler Werbung gerade einmal 30 Millionen Dollar bzw. 5 Prozent außerhalb der USA. Bis 2017 soll dieser Anteil auf 15 Prozent anwachsen.
Carousel Ad Instagram
Bild: Instagram

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Der Grund dafür, dass Instagram ein solches Tempo hinlegt, ist neben dem anhaltenden Nutzerwachstum vor allem der Ausbau der Werbemöglichkeiten. Neben reinen Branding-Kampagnen können Werbungtreibende auch Bewegtbild- und Direct-Response-Formate auf der Plattform buchen. Die Anbindung an Facebook sorgt dafür, dass Werbekunden auf Instagram die gleichen Targeting- und Analyse-Tools zur Verfügung stehen wie bei der "großen Schwester".

Immer mehr Werbungtreibende machen davon gerne Gebrauch. In Deutschland etwa zählten Samsung und Zalando zu den ersten Werbepartnern von Instagram. Aktuell können Unternehmen auch in Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Japan und Großbritannien Instagram-Werbung buchen. Die Kunden lockt vor allem die Möglichkeit, mit visuellen Inhalten zu arbeiten - die bekanntlich besser funktionieren als Anzeigen ohne optische Elemente. "Bilder erreichen die Nutzer nicht nur schneller, sie erwecken in der Regel auch eine stärkere emotionale Reaktion", schrieb Tim Huferman, Chef von Jungmut Communication, kürzlich in einem Gastbeitrag für HORIZONT Online.
Instagram Grafik
Bild: JUNGMUT Communication

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Der Werbe-Boom bei Instagram nutzt natürlich dem gesamten Konzern: Den E-Marketer-Zahlen zufolge generiert Instagram in diesem Jahr 5 Prozent der Nette-Erlöse von Facebook mit mobiler Display-Werbung. Nächstes Jahr soll diese Zahl auf 9,5 Prozent steigen und 2017 dann schon 14 Prozent betragen. Insgesamt wird Instagram in zwei Jahren 10,6 Prozent zu Facebooks-Werbeeinahmen beisteuern. Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat Weitblick bewiesen, als er die Bilder-Plattform vor drei Jahren kaufte. ire
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