E-Commerce Pro Sieben Sat 1 übernimmt Online-Reiseanbieter Etraveli

Montag, 12. Oktober 2015
Christian Wegner, Vorstand Digital & Adjacent Pro Sieben Sat 1
Christian Wegner, Vorstand Digital & Adjacent Pro Sieben Sat 1
Foto: Pro Sieben Sat 1

Pro Sieben Sat 1 ist weiterhin in Kauflaune und übernimmt den schwedischen Online-Reiseanbieter Etraveli. Mit einem Kaufpreis von 235 Millionen Euro ist die Übernahme das bislang größte Investment des TV-Konzerns im E-Commerce-Bereich.
Etraveli ist nach eigenen Angaben der führende Online-Reiseanbieter in Nordeuropa. Neben Flugtickets bietet das Portal auch Hotelreservierungen und die Buchung von Mietwagen an. Mit Marken wie Supersaver, Gotogate, Travelstart und Seat24 ist das Unternehmen in 40 Ländern aktiv. In Schweden betreibt Etraveli außerdem die Flugpreisvergleichsportale Flygresor.se und Charter.se. In Deutschland will das Unternehmen noch in diesem Jahr einen eigenen Reisemarkt an den Start bringen. Pro Sieben Sat 1 übernimmt für 235 Millionen Euro 100 Prozent der Anteile an dem 2007 gegründeten Unternehmen. "Mit dem Investment in Etraveli internationalisieren wir unser bestehendes Reise-Portfolio signifikant und stellen die Weichen für weiteres Wachstum weit über die Grenzen Europas hinaus. Unser strategisches Ziel ist es, die digitalen Geschäftsfelder sukzessive zu globalisieren, um die Erfolgsgeschichte von Pro Sieben Sat 1 als E-Commerce-Powerhouse weiterzuschreiben", kommentiert Christian Wegner, Digitalvorstand von Pro Sieben Sat 1 die Übernahme.

Bei Pro Sieben Sat 1 ergänzt Etraveli das Portfolio von 7Travel. In der 2014 gegründeten Dachgesellschaft hat der Konzern sein Touristikgeschäft zusammengefasst, zu dem Portale wie Tropo, Billiger-Mietwagen.de, Mydays.de, Reise.com und das Wetterportal Wetter.com gehören. 

Pro Sieben Sat 1 investiert derzeit massiv in sein Digitalgeschäft. Erst im Sommer hatte der Medienkonzern mit Sitz in Unterföhrung für 170 Millionen Euro das Verbraucherportal Verivox übernommen. Gemeinsam mit Axel Springer investiert das Unternehmen zudem gezielt in Start-Ups aus dem Digitalbereich. dh
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