DuMont Mediengruppe Hamburger Morgenpost baut um und streicht Stellen

Mittwoch, 23. August 2017
Das Verlagshaus der "Hamburger Morgenpost"
Das Verlagshaus der "Hamburger Morgenpost"
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Hamburger Morgenpost M. Dumont Schauberg Mediengruppe


Dass der Hamburger Morgenpost ein Stellenabbau droht, ist bereits seit längerer Zeit bekannt. Nun ist auch klar, in welchem Umfang: Die Zeitung aus der DuMont Mediengruppe trennt sich von elf Mitarbeitern, darunter sechs aus der Redaktion. Das gaben Geschäftsleitung und Chefredaktion heute bekannt. Der Betriebsrat kritisiert den Stellenabbau scharf. 
Laut Betriebsrat, der per Pressemitteilung über die Sparmaßnahmen informierte, fallen insgesamt rund 15 Prozent der Stellen bei der Hamburger Boulevardzeitung weg. Die Redaktion muss mit sechs Stellen den größten Anteil tragen. Betroffen sind laut Betriebsrat vor allem die Lokalredaktion und der Sport. Drei Stellen fallen im Layout weg, jeweils eine Stelle in der Blattplanung und im Satz. DuMont bestätigte auf Nachfrage den Abbau von elf Arbeitsplätzen. Die Maßnahmen würden mit einem neuen publizistischen Konzept zusammenhängen, das unter anderem eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Print und Online vorsieht. Dafür würden neue Schnittstellen geschaffen. Außerdem sollen mehr Synergien mit den übrigen DuMont-Boulevardtiteln (Berliner Kurier, Kölner Express) genutzt werden. Auch in der Produktion werden Strukturen gestrafft, unter anderem durch die Verwendung fertiger Templates zum Beispiel bei Serviceseiten.

Der Betriebsrat lehnt die Maßnahmen ab, insbesondere vor dem Hintergrund schwarzer Zahlen im vergangenen Jahr und gut laufender Geschäfte in diesem Jahr. Der Umbau richte sich gegen die Redaktion, gefährde die Attraktivität der Mopo für die Leser und Nutzer und sei "Ausdruck einer mangelnden Zukunftsstrategie". dh
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