Drittsendezeiten Sat 1 zieht vors Verwaltungsgericht

Montag, 20. März 2017
Die Zentrale von Pro Sieben Sat 1 in Unterföhring
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Sat.1 Verwaltungsgericht Sendeplatz Drittsendezeit


Sat.1 wehrt sich dagegen, drei Produktionsfirmen Sendeplätze in seinem überregionalen Programm einzuräumen. Gegen eine Entscheidung der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) habe der private Fernsehsender beim Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße eine Klage sowie einen Eilantrag eingereicht, teilte das Gericht am Montag mit.

Die LMK hat dem Gericht zufolge Mitte Februar an drei Produktionsfirmen Zulassungen vergeben. Sat 1 muss demnach ab Anfang März Sendeplätze zur Verfügung stellen.

Konkret gehe es um drei rund einstündige Zeiträume - einer am Samstagabend und zwei in der Nacht auf Dienstag zu Mittwoch. Am Dienstagabend kurz nach 23 Uhr sollen etwa die Sendungen "Spiegel TV Reportage" oder "Focus TV Reportage" der Produktionsfirma DCTP laufen. Zu den anderen Zeiten sind Formate einer Münchner und einer Kölner Produktionsfirma vorgesehen.

Es gehe um die grundsätzliche Frage, ob eine Verpflichtung für Drittsendezeiten vorliege oder nicht, sagte eine Sat-1-Sprecherin. Der Sender hat schon mehrfach gegen Vergabeverfahren der LMK geklagt. Privatsender sind laut Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet, Drittanbietern Sendeplätze anzubieten, wenn ihre Zuschaueranteile im Jahresdurchschnitt über zehn Prozent liegen. dpa

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