Donata Hopfen im Video-Interview "Die 'Bild'-Zeitung wird auch 2020 noch Meinungen beeinflussen"

Freitag, 10. März 2017
Donata Hopfen, Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung "Bild", im Video-Interview während des OMR-Festivals.
Donata Hopfen, Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung "Bild", im Video-Interview während des OMR-Festivals.
Foto: HORIZONT

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Donata Hopfen ausgerechnet auf einer Digital-Konferenz eine Lanze für Print bricht. "Es wäre ein Fehler, nicht an Print festzuhalten", sagt die Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung "Bild" im Video-Interview mit HORIZONT Online und turi2 während des OMR-Festivals. Trotzdem wolle das Medienhaus im Digitalen voll auf Angriff gehen.
Natürlich wird Print nicht wachsen, erklärt Hopfen, aber das Segment werde ihre Zielgruppe auch in den nächsten Jahren behalten. "Die 'Bild'-Zeitung wird auch 2020 noch Meinung machen. Und das ist auch wichtig, das brauchen wir", so Hopfen im Video-Interview. Gerade bei dem Flaggschiff von Axel Springer habe die Verlagsgeschäftsführerin beobachtet, dass in der öffentlichen Wahrnehmung die Print-Schlagzeilen eine große Rolle spielen - trotz aller Präsenzen in den digitalen Kanälen. Und obwohl Hopfen Print eine Bestandsgarantie gibt, fordert sie vollen Angriff im digitalen Bereich: "Es ist die Pflicht eines jeden Medientreibenden heutzutage, sich von seinem alten Medium zu emanzipieren und sich im neuen Medium profitabel aufzustellen." Als Beispiel für die eigenen Bemühungen nennt sie etwa die Bewegtbild-Inhalte auf Bild.de, die im Netz auch immer häufiger monetarisiert werden. Unter anderem probiert sich Bild.de mit Second-Screen-Formaten aus, bei denen sich die Plattform auf bestehende TV-Formate draufsetzt. Außerdem sind Live- und Meinungsformate im Einsatz. "Ich weiß, dass die Fernsehsender großen Respekt haben, vor dem, was wir machen", so Hopfen. ron
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