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Prominent besetztes Podium auf der Dmexco
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Dmexco Was die neuen Datenallianzen mit Eiskunstlauf zu tun haben

Prominent besetztes Podium auf der Dmexco
Geht es um die richtige Harmonie zwischen zwei Partnern, macht Petri Kokko so schnell keiner was vor. Als früherer Eiskunstläufer weiß der Country Director Agency bei Google Deutschland, auf was es bei den derzeit so beliebten Allianzen im Digitalmarkt ankommt: "Wie beim Tanz müssen Sie Ihrem Partner so nahe wie möglich kommen. Der Dialog ist extrem wichtig."
von Katrin Ansorge, Freitag, 15. September 2017
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    Einen Testlauf dafür gab es am Donnerstag bei der Dmexco. Auf der Bühne der Congress Hall hatten genau die Player Platz genommen, die zuletzt mit Allianzen oder Kooperationen auf sich aufmerksam gemacht haben: Matthias Dang (IP Deutschland hat zuletzt die Spiegel-Gruppe als Partner für die Ad Alliance gewonnen), Jan Oetjen (United Internet ist zusammen mit Pro Sieben Sat 1 und der Mediengruppe RTL Deutschland Mitglied in einer Stiftung, die einen übergreifenden Standard für Registrierungsverfahren im Internet entwickeln soll), Rainer Balensiefer (Accenture hat zuletzt mit der Übernahme von Sinner Schrader für Aufsehen gesorgt), Andreas Schwabe (Blackwood Seven verfolgt ambitionierte Pläne gemeinsam mit SAP XM), Dentsu-Aegis-Chefin Ulrike Handel ("Wir haben Kollaboration in unserer DNA") und Google-Manager Petri Kokko, dessen Unternehmen Mitte Januar einen Joint-Business-Vertrag mit der Agentur BBDO abgeschlossen hat
    Einig waren sich die Panelisten gleich zu Beginn im Gefühl, dass die Komplexität im Markt allmählich so groß wird, dass sie sich nicht mehr alleine bewältigen lasse. "Die Zeiten, in denen wir geglaubt haben, wir können alles selbst, sind längst vorbei", sagte IP-Chef Dang.
    „Wir müssen die Birne aufsperren! Wir müssen uns viel stärker für Kooperationen öffen und dürfen nicht länger auf ausgetretenen Pfaden laufen.“
    Andreas Schwabe
    Die Konkurrenz von früher zähle nicht mehr. Stattdessen gelte es, die in Deutschland nach wie vor existierenden Silos zu verlassen und "offen und mit einem gewissen Grundvertrauen" (Handel) in den Markt zu gehen. Wie man es von ihm gewohnt ist, wurde Blackwood-Seven-Chef Schwabe deutlicher: "Wir müssen die Birne aufsperren! Wir müssen uns viel stärker für Kooperationen öffen und dürfen nicht länger auf ausgetretenen Pfaden laufen." Notfalls müssten Unternehmen ihr eigenes Geschäftsmodell disruptieren.

    Für Ad-Alliance-Mitglied Dang ist es sowohl bei kurzfristigen Kooperationen als auch bei langfristigeren Allianzen entscheidend, die gleiche Sicht auf Märkte und Menschen mitzubringen. "Die Chemie muss stimmen." Mit Gruner + Jahr sei IP Deutschland auf einer Wellenlänge. Eine Selbstverständlichkeit sei das nicht, obwohl man aus denselbem Konzern (Bertelsmann) komme. Klar ist für Dang aber vor allem eines: "Der Markt möchte die Defragmentierung."  Und Google-Mann Kokko erkennt an den neuen Partnerschaften bereits ein Merkmal einer neuen Gesellschaft: "Wettbewerber werden zu Freunden und arbeiten zusammen. Das prägt unsere Zeit." Den Konkurrenzbegriff wird die Branche dann höchstwahrscheinlich nicht mehr lange benötigen. kan
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