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Julia Jäkel, Gruner+Jahr, auf der Dmexco
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Dmexco Was G+J-Chefin Julia Jäkel zu Facebook und der Digitalisierung sagt

Julia Jäkel, Gruner+Jahr, auf der Dmexco
Die Bühne, auf der vor wenigen Minuten Facebook-Managerin Sheryl Sandberg in der überfüllten Congress Hall gestanden hat, betreten nach ihr Franziska von Lewinski, Vorstand bei Fischer-Appelt, und Julia Jäkel, Gruner+Jahr-Chefin. Das gibt Anlass zur Kontroverse. Schließlich sprach sich Jäkel vor Kurzem in einem Handelsblatt-Interview für einen "Corporate-Responsibility-Kodex" aus: Ein Appell an Wirtschaftsunternehmen, dass sie ihr Verhältnis zu den großen Internetkonzernen überdenken sollten. Was sie denn gegen Facebook habe, lautet die Eröffnungsfrage von Lewinski an Jäkel.
von Katharina Brecht, Donnerstag, 14. September 2017
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    Die Antwort der G+J-Chefin: Sie habe nichts gegen Facebook, sie sei sogar in "vielfältigen Beziehungen" mit dem Social Network und anderen großen Plattformen. Dennoch stehe für Jäkel aber außer Frage, dass Diskussionen angezettelt werden müssen. Diskussionen darüber, wie unsere Gesellschaft aussehen wird, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt.

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    Bild: Facebook

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    Ihr Plädoyer für den "Corporate-Responsibility-Kodex" sei trotz aller Bedenken keineswegs aus Aggression entstanden, sondern aus einem "echten Anliegen" heraus. Werbungtreibende sollten überdenken, wo sie ihr Geld investieren – in Medien, bei denen Transparenz geschaffen und aufgeklärt wird oder in "Plattformen wie Facebook, die nicht sofort zwischen wahr oder falsch entscheiden". Als von Lewinski nachhakt, wieso Jäkel explizit Facebook nennt, verdeutlicht Jäkel ihr Anliegen. Das Zuckerberg-Netzwerk habe eine historische Größe erreicht, Facebook reguliere Sprache heutzutage wie kein Staat je zuvor. "Damit müssen wir uns auseinandersetzen", meint die Managerin.

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    Im Anschluss lenkt von Lewinski das Gespräch auf das Thema Print. Im Vorgespräch habe Jäkel ihr von einem Treffen mit Gründern berichtet, die sie gefragt hätten, warum sie überhaupt noch einen Verlag und Printmagazine habe. Ihre Antwort: Weil sie damit Geld verdient. Wie lange das wohl noch so bleibt, fragt von Lewinski. "Da bin ich genau so optimistisch wie Sandberg", sagt Jäkel. Bei Gruner+Jahr sehe man keinen Antagonismus  zwischen Digital und Print. Der Verlag wolle Produkte für die digitale Gesellschaft produzieren – ob gedruckt oder im Web spiele dabei keine Rolle.
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    Bild: Dmexco

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    Vielmehr ergänzen sich mittlerweile beide Seiten, erklärt Jäkel. Neue Magazine wie Beef oder Barbara würden gerade wegen der Digitalisierung so gut funktionieren, da durch das gedruckte Blatt das Bedürfnis nach Ruhe und Langsamkeit befriedigt würde. "Es muss aber nicht jedes Produkt automatisch einen digitalen Auftritt haben", sagt Jäkel. Das beweise ihr Hamburger Verlag auch schon sehr gut. Es gibt Produkte, die für sich allein in Print stehen und solche, die ausschließlich digital vorkommen. Außerdem gibt es Fälle wie Chefkoch, in dem die digitale Version ins Gedruckte übertragen wurde. Der Verlag sei demnach ohnehin schon in vielen Segmenten digital präsent und sei fast überall die Nummer 1 oder 2. Man habe eben "wahnsinnig in Technologie investiert". Das Ziel dabei: "Das ganze Haus in die Zukunft führen", so die G+J-Chefin. Das bedeute aber nicht, dass G+J der digitalste Verlag werden möchte. In Zahlen macht Digital laut Jäkel derzeit etwa ein Viertel des Umsatzes aus.

    Zum Schluss bleibt von Lewinski noch eine Minute Zeit, Jäkel "etwas ganz Persönliches" zu fragen: "Wie digital bist du?" Sie sei extrem digital und habe sogar eine "Abhängigkeit" von ihrem "dusseligen iPhone" entwickelt, antwortet die Managerin. Schuld seien wahrscheinlich die ausgeschütteten Endorphine. "Aber es gibt auch Momente, in denen ich tiefer in ein Thema eintauchen, wirklich etwas verstehen möchte und in denen nachhaltig etwas in meinem Kopf bleiben soll: Dann greife ich nach wie vor sehr gerne zu etwas Gedrucktem", ergänzt Jäkel. Das ließe sie nach der Lektüre ohnehin oft etwas glücklicher zurück. bre

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