Display Advertising Sichtbarkeitsraten in Deutschland stabil

Donnerstag, 14. Juli 2016
Max von Hilgers, Meetrics
Max von Hilgers, Meetrics
Foto: Meetrics

Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten bleiben die Sichtbarkeitsraten für Display Ads auf dem Desktop in Deutschland stabil. International lag die Viewability im 2. Quartal 2016 nur noch bei 56 Prozent (minus 2 Prozentpunkte), in Deutschland konstant bei 60 Prozent. Dies sind Ergebnisse des aktuellen "Viewability Benchmark Reports" von Meetrics, einem Spezialisten für Qualitätskontrolle im digitalen Marketing.
In anderen Ländern fallen die Werte dagegen deutlich: In Großbritannien um 7 Prozentpunkte auf 47 Prozent, in Frankreich um 4 Prozentpunkte auf 62 Prozent. In Österreich dagegen steigt die Sichtbarkeit um 4 Prozentpunkte auf 69 Prozent.

Viewability von Display-Ads in Prozent

Quelle: Meetrics
Die Verbesserung in Österreich begründet Meetrics mit dem Wechsel des Abrechnungssystems. Im Nachbarland werden Viewable Impressions abgerechnet. Bezahlt werden nur noch Werbeauslieferungen, die tatsächlich beim User angekommen sind. "Der aktuelle Report bestätigt einmal mehr, dass sich die Qualität der Displaywerbung durch den Umstieg auf die Viewable Impression erheblich steigern lässt", sagt Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder bei Meetrics. Den Grund dafür, dass die Werte in Deutschland nicht weiter sinken, sieht Meetrics dagegen in den Sicherheitsgarantien, die die hiesigen Vermarkter im Gegensatz zu ihren Kollegen in UK und Frankreich geben. Der zweite Grund ist die langsamere Verbreitung von Programmatic Advertising. Mit Programmatic gehen ungewollte Nebenwirkungen wie Fraud einher, bei dem Maschinen die Ads klicken, nicht Menschen.

Ein weiterer Grund dürften die stagnierenden Adblocker-Raten sein, die der Online-Vermarkterkreis seit Monaten vermeldet. Wie Meetrics erfasst der OVK allerdings derzeit nur die Desktop-Raten. pap
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