Discovery Networks Wie Eurosport über Olympia und die Bundesliga berichten will

Dienstag, 16. Mai 2017
Discovery-Managerin Susanne Aigner-Drews
Discovery-Managerin Susanne Aigner-Drews
Foto: Discovery Networks / Nadine Rupp

Täglich 50 Stunden Live-Berichterstattung über Free-TV verspricht Eurosport für die Olympischen Winterspiele 2018. Weniger Free-TV gibt es allerdings für die Bundesliga. Die soll weitgehend über den Eurosport Player ausgestrahlt werden. Heute stellte die Discovery-Tochter, die sich neben den Olympia-Rechten auch ein fettes Bundesligapaket gesichert hat, die Übertragungsdetails der kommenden Sport-Events vor.

Die Konzernmutter Discovery Networks hatte im Juni 2015 die TV-Rechte für die nächsten vier olympischen Spiele erworben und damit die öffentlich-rechtlichen Sender aus dem Rennen geschlagen. Die Befürchtung, dass die Olympischen Spiele quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, nachdem sowohl ARD als auch ZDF eine Sublizenz aus Kostengründen abgelehnt haben, hat sich als unbegründet erwiesen. Ganz im Gegenteil: "Mit Eurosport wird es mehr Olympia im Free-TV geben als je zuvor", verspricht Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin DACH bei Discovery Networks. Man will damit mehr Zuschauer an den Sender binden als je zuvor.


Im linearen Olympiaangebot wird deshalb Eurosport 1 zum Herzstück der Berichterstattung. Alle wichtigen Events und deutsche Medaillenentscheidungen werden hier live im Free-TV übertragen. Eurosport 1 soll 24-Stunden nonstop aus Pyeongchang berichten. Die tägliche Live-Schiene wird aufgrund der Zeitverschiebung stets um etwa 1 Uhr nachts beginnen. Am Abend sind Highlight-Zusammenfassungen mit speziellen Prime-Time-Programmen für die deutschen Zuschauer geplant.
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Bild: Discovery

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Der Männersender DMAX wird zum zweiten Olympia-Kanal im Free-TV und vor allem für Bob und Rennrodeln zuständig sein. Eiskunstlauffans werden hingegen in Discoverys drittem Free-TV-Kanal, dem Frauensender TLC, fündig werden. Ebenfalls nachts und live wird Eurosport 2 als vierter linearer TV-Kanal aus Pyeongchang berichten, der Kanal ist allerdings nur im Pay-TV empfangbar. Ein Teil der Olympiaberichterstattung verschwindet daher hinter der Bezahlschranke, unter anderem das olympische Eishockey-Turnier.

Eurosport 2 soll neben Olympia auch andere Sport-Events bedienen, vor allem die Bundesliga, für die Discovery im letzten Sommer gleichfalls die Rechte erworben hat. Ab August 2017 wird Eurosport in der vierjährigen Rechteperiode pro Spielzeit 45 Bundesliga-Spiele inklusive Supercup und den vier Relegationsspielen auf den Eurosport-Pay-Plattformen übertragen.
Eurosport Olympia-Logo
Bild: Eurosport

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Zur Bündelung der Bundesliga-Inhalte wird der "Eurosport Matchday" kreiert, mit dem Eurosport von Freitag bis Montag über alle Plattformen die Bundesliga zeigt. Die Live-Berichterstattung bleibt - derzeitiger Status - aber auf den kostenpflichtigen Eurosport Player beschränkt. Der Kanal ist über Decoder oder digital zu empfangen. Nach derzeitigem Stand beträfe das 30 Freitagabend-Spiele, die jeweils fünf Spiele am frühen Sonntagnachmittag (13.30 Uhr) sowie am Montagabend und die Relegationsspiele.

Noch sei keine Vereinbarung mit weiteren Distributoren wie etwa Sky getroffen worden. Mit Sky sei man derzeit aber noch in Verhandlungen. "Allerdings findet momentan kein Dialog statt", gibt Aigner-Drews zu. Auf ein entsprechendes Angebot habe man seit Wochen keine Antwort erhalten. Aigner-Drews betont: "Es ist aber absolut in unserem Interesse, dass Sky-Abonnenten künftig alle Spiele sehen können." vg

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