Digitalvermarktung Conrad wechselt von RMS zu Ströer

Dienstag, 05. Juli 2016
Tobias Conrad wechselt von RMS zu Ströer
Tobias Conrad wechselt von RMS zu Ströer
Foto: RMS

Nach nur anderthalb Jahren kündigt Tobias Conrad, derzeit Digitalchef von RMS, sein Ausscheiden bei dem Hamburger Radiovermarkter an. Er wechselt als Mitglied der Geschäftsführung zu Ströer Digital, ebenfalls in Hamburg. Conrad verlässt RMS spätestens zum Jahresende. Der Radiovermarkter muss nun nach einem Nachfolger suchen, um das zwar noch kleine, aber schnell wachsende Digitalgeschäft aufzubauen.
Conrad ist erst seit Mai 2015 als Leiter Digitale Medien bei RMS. Mit der Verpflichtung des Onlinespezialisten wollte RMS-Chef Florian Ruckert das Digitalgeschäft weiter ausbauen. Frank Nolte und Sven Bieber, die zuvor für Digitales zuständig waren, verließen das Unternehmen. Über Conrads Zeit bei RMS findet Ruckert freundliche Worte: "Wir bedauern, dass er uns verlässt. Auch andere Vermarkter haben eine Nachfrage nach guten Leuten", sagt Ruckert. Der 40-jährige Conrad war zuvor als Geschäftsführer für das Deutschlandgeschäft von Deals.com verantwortlich. Weitere Postionen waren Groupon, Axel Springer Media Impact, Vodafone Media Solutions und Xing. Bei Ströer Digital heuert er nun beim größten deutschen Digitalvermarkter an. Ströer hat im vergangenen Jahr Interactive Media übernommen, die Nummer 1 im Ranking der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof).

Der Ausbau von Onlineaudio steht weit oben auf der Agenda der RMS. Denn gerade in jüngeren Zielgruppen verlagert sich die Nutzung zunehmend weg vom klassischen UKW-Radio hin zu anderen Angeboten wie Webradios und Streamingdiensten. Zudem sortiert sich der Markt neu. Antenne Bayern zum Beispiel hat seine Onlineangebote 2015 von der RMS weggeholt und lässt sie seither vom hauseigenen Vermarkter Spotcom vermarkten. Derzeit machen die Digtalerlöse einen einprozentigen Anteil am gesamten RMS-Umsatz aus. Das Wachstum ist allerdings hoch zweistellig. pap
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