Digitaler Zeitungskiosk Blendle startet am 14. September

Freitag, 28. August 2015
Blendle geht Mitte Serptember in den Regelbetrieb
Blendle geht Mitte Serptember in den Regelbetrieb
Foto: Blendle

Der digitale Zeitungskiosk Blendle startet am 14. September in Deutschland seinen ersten internationalen Ableger. Das gab Blendle-Mitgründer Marten Blankensteijn am Freitag bekannt. Ausgewählte Nutzer konnten den Kiosk in den vergangenen Wochen bereits testen.
Nach "tollem Feedback" habe man sich entschieden, Blendle in rund zwei Wochen für alle Nutzer zu öffnen, schreibt Blankensteijn in einem Blogpost: "Bis zum 14. September werden wir bereit sein. Bereit, um Deutschland die schönste und einfachste Plattform zu geben, um Qualitätsjournalismus im Internet zu lesen." Das Feedback von Nutzern sei "überwältigend" gewesen, schreibt der Co-Gründer. "Diese Plattform ist famos! Warum mussten wir so lange darauf warten?", zitiert Blankensteijn einen Nutzer. Auch Medien wie Spiegel Online, oder die "Süddeutsche Zeitung" hatten sich wohlwollend über Blendle geäußert.

"Viele scheinen sehr zufrieden zu sein. Das ermuntert uns natürlich", freut sich Blankensteijn. Allerding sehe man den Start in Deutschland "nicht als Spaziergang" an: "Wir sind immer noch ein winziges Start-up, das versucht, etwas zu schaffen, was auch gigantische Verleger nicht geschafft haben: junge Menschen davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für Qualitätsjournalismus Geld auszugeben."
Blendle
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Allerdings scheinen viele große Verlage vom Konzept des Online-Kiosks überzeugt zu sein: Unter anderen Axel Springer und die "New York Times" haben sich an Blendle beteiligt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Online-Kiosken, die in der Regel nur ganze Titel anbietet, können Nutzer bei Blendle einzelne Artikel kaufen. Das niederländische Start-Up bietet sogar ein Geld-zurück-System an: Gefällt einem Nutzer ein Text nicht, bekommt er sein Geld zurück. In Deutschland sind zum Start viele große Verlage wie Gruner + Jahr, Axel Springer, der Spiegel-Verlag, Motor Presse Stuttgart sowie große Zeitungen wie "Die Zeit" und die "Süddeutsche Zeitung" mit an Bord.

In den Niederlanden hat der Online-Kiosk seit dem Start im Frühjahr 2014 rund 400.000 Nutzer gewinnen können. Zwei Drittel der Nutzer sind unter 35 Jahre alt - also genau die Zielgruppe, die immer seltener zu gedruckten Zeitungen und Magazinen greift. dh
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