Digital als Wachstumstreiber Axel Springer legt dank sprudelnder Werbeerlöse zu

Mittwoch, 08. November 2017
Springer-Boss Mathias Döpfner bestätigt die Prognose
Springer-Boss Mathias Döpfner bestätigt die Prognose
© BDZV / David Ausserhofer
Themenseiten zu diesem Artikel:

Axel Springer Segment Business Insider


Bei Axel Springer brummt der Werbemotor. Sprudelnde Werbeerlöse - vor allem im Digitalbereich - haben dem Konzern im 3. Quartal in allen operativen Segmenten Umsatz- und Ergebnissteigerungen eingebracht. Vor allem das 2015 übernommene US-Wirtschaftsportal Business Insider hat sich laut Springer positiv entwickelt, dazu haben auch anziehende Werbeerlöse beim Flaggschiff "Bild" zum Wachstum beigetragen.

Die Zahlen für das 3. Quartal können sich durchaus sehen lassen. Wie Springer mitteilt, sind die Umsätze in der Zeit von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent auf 859,7 Millionen Euro gestiegen. Wie stark das Digitalgeschäft bei Springer ist, lässt sich aus der Bilanz ebenfalls herauslesen. So beträgt der Anteil am Gesamtumsatz inzwischen 70,4 Prozent. Im 3. Quartal 2016 hatte er noch bei 67 Prozent gelegen. 

Ähnlich sieht es bei dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus. Dieses legte um 6,9 Prozent auf 156,1 Millionen Euro zu. Hier liegt der Digital-Anteil sogar bei 77,3 Prozent. Auch das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damals hatte der Anteil bei 73 Prozent gelegen. 

Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern geht es ebenfalls aufwärts. Im 3. Quartal liegt das EBIT bei 122 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert - damals hatte Springer knapp 116 Millionen Euro ausgewiesen - ist das ein kleines Plus von 5,3 Prozent.

Ein Minus muss Springer lediglich beim Konzernüberschuss verkraften. Dieser ging um 48 Prozent auf 46,4 Millionen Euro zurück. Begründet wird das mit Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Gründung der Ringier Axel Springer Schweiz AG sowie der Veräußerung von CarWale im Vorjahreszeitraum. Auch für die Aktionäre sprang unter dem Strich deutlich weniger heraus. Der auf die Aktionäre entfallene Konzernüberschuss ist mit 37,2 Millionen Euro nicht einmal halb so hoch wie im Vorjahr. #ZZ#Springer-Boss Mathias Döpfner zeigt sich unter dem Strich sehr zufrieden. Der Konzern sei in allen operativen Segmenten gewachsen. Dabei sei vor allem das in der Sparte Classifieds Media gebündelte Rubrikengeschäft wieder der stärkste Wachstumstreiber gewesen. Besonders erfreut zeigt sich Döpfner über den Umsatz- und Ergebnisanstieg im Segment News Media. "Der anhaltende Erfolg von Business Insider sowie die außergewöhnlich gute Entwicklung im Werbemarkt – vor allem bei Bild – haben daran maßgeblichen Anteil", sagt Döpfner.

Das 3. Quartal war für Springer kein Ausreißer. Die Zahlen für die ersten neun Monate zeigen vielmehr, dass sich die Entwicklung des ersten Halbjahres fortgesetzt hat. So weist Springer für die Zeit von Januar bis Ende September einen Umsatz von 2,55 Milliarden Euro aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Wachstum von 7 Prozent. Das Ebitda legt um 13 Prozent auf 473 Millionen Euro, das EBIT um 12,5 Prozent auf 373 Millionen Euro zu. "Ausgehend von der starken Entwicklung der ersten neun Monate sind wir optimistisch für die verbleibenden Wochen dieses Jahres. Wir bestätigen daher unsere Prognose", sagt Döpfner. mas

Meist gelesen
stats