Digital News Initiative Google öffnet 150-Millionen-Euro-Fonds für Bewerber

Donnerstag, 22. Oktober 2015
Google verrät Details zu seiner Digital News Initiative
Google verrät Details zu seiner Digital News Initiative
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Google zündet die nächste Stufe seiner Digital News Initiative (DNI) und öffnet seinen Innovationsfonds für Bewerber. Ab dem heutigen Donnerstag können sich Verlage, Online-Angebote, Start-ups und Einzelpersonen um die Fördermittel des Internet-Unternehmens bemühen, das sich davon neue Ideen für digitalen Journalismus in der Praxis erhofft.

An der DNI, die Google im April dieses Jahres gestartet hat, beteiligen sich elf europäische Nachrichtenorganisationen, darunter deutsche Verlage wie FAZ, Süddeutsche Zeitung und Zeit Online. Mittlerweile haben sich 120 weitere Organisationen der Initiative angeschlossen, in der Google journalistische Projekte durch Technologie und Innovation unterstützen will. Anfang Oktober verkündete Google etwa die Einführung sogenannter Accelerated Mobile Pages, die die Performance von Verlagen im mobilen Internet verbessern sollen.

Nun verrät die DNI konkrete Details zu den Bewerbungsmodalitäten. Für die insgesamt bis zu 150 Millionen Euro, die Google in den kommenden drei Jahren als Fördermittel auszahlen will, sind mindestens zwei Bewerbungsrunden pro Jahr geplant. Die erste beginnt heute und endet am 4. Dezember, die nächste soll im Frühjahr 2016 starten.
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Gute Erfolgschancen haben Projekte, die "demonstrieren, wie der digitale Journalismus in der Praxis neu gedacht werden kann, die die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle unterstützen oder die Art und Weise ändern, wie Nutzer digitale Nachrichten konsumieren", schreibt der US-Konzern in einem Blogpost. Die Nutzung von Google-Produkten sei keine Voraussetzung. Den Bewerbern bietet die DNI drei unterschiedlich ausgeprägte Finanzierungskategorien für Prototyp-, mittelgroße und Großprojekte - sämtliche Details finden Interessenten auf der Website der Initiative.

Auch in der Beurteilung legt der Konzern großen Wert auf Transparenz. In einer ersten Auswahlrunde soll ein Projektteam bestehend aus Branchenexperten und Google-Mitarbeitern die eingereichten Arbeiten auf Teilnahmeberechtigung, Innovationsgrad und Wirkung überprüfen. Daraufhin werden Empfehlungen für den Expertenrat des Fonds abgeben. Mitglieder des Gremiums sind unter anderem Joao Palmeiro, Präsident des portugiesischen Verlegerverbandes und Vorsitzender des Gremiums für den DNI-Innovationsfonds, die aktuell noch amtierende Spiegel-Online-Geschäftsführerin Katharina Borchert, Veit Dengler, CEO Neue Zürcher Zeitung und Rosalia Lloret, Leiterin Institutionelle Beziehungen im Verband der europäischen Online-Verleger. Laut Google sollen die ersten Fördergelder Anfang 2016 fließen. kan

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