Digital News Initiative Deutschland bislang größter Profiteur von Googles Innovations-Fonds

Mittwoch, 24. Februar 2016
Google-Manager Sundar Pichai
Google-Manager Sundar Pichai
Foto: Foto: Google

Im Frühjahr 2015 gründete Google gemeinsam mit europäischen Medienunternehmen die Digital News Initiative (DNI), die sich der Förderung von Innovationen im digitalen Journalismus verschrieben hat. 150 Millionen Euro in drei Jahren will Google dafür locker machen. Seit Oktober des vergangenen Jahres konnten Unternehmen sich um Förderung bewerben. Nun hat Google bekannt gegeben, wie sich die Mittel bislang verteilen.
Wie Google-Chef Sundar Pichai am Mittwoch in Paris bekannt gab, kommen 128 Unternehmen aus 23 europäischen Ländern in den Genuss der finanziellen Unterstützung. Etwas über 27 Millionen Euro wurden bislang verteilt. Knapp 5 davon gehen nach Deutschland, das ist der größte Anteil unter allen Ländern, in denen Unternehmen durch die DNI gefördert werden. Nach England und Frankreich gehen 2,8 bzw. 2,3 Millionen Euro.  Die geförderten Projekte teilen sich in drei Kategorien auf: Protoypen (für Unternehmen und Personen, befinden sich in der Frühphase, müssen noch designed und getestet werden, benötigen bis zu 50.000 Euro Anschubfinanzierung), mittelgroße Projekte (für Unternehmen, brauchen bis 300.000 Euro) und große Projekte (benötigen mehr als 300.000 Euro, Förderung ist bei 1 Million Euro gedeckelt).
So verteilen sich die Fördergelder aus der Digital News Initiative bislang (Zum Vergrößern bitte anklicken)
So verteilen sich die Fördergelder aus der Digital News Initiative bislang (Zum Vergrößern bitte anklicken) (Bild: Google)
Welche Unternehmen gefördert werden, schlüsselt Google nicht auf. Lediglich zwei Projekte werden kurz vorgestellt, eines davon aus Deutschland: Das Startup Spectrm aus Falkensee in Brandenburg entwickelt eine Anwendung für künstliche Intelligenz, um Publisher in der direkten Kommunikation mit Lesern zu unterstützen und mithilfe von Messaging-Apps Inhalte auf 1-zu-1-Basis zu verbreiten.

Bislang beteiligen sich mehr als 160 europäische Medienhäuser an der Digital News Initiative, darunter die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Zeit", der Bauer Verlag und der "Tagesspiegel". Einige davon nutzen auch die im Rahmen der DNI entwickelten Accelerated Mobile Pages (AMP), die Google heute an den Start schickt. Dabei handelt es sich um mobile Websites, die in Sekundenbruchteilen laden und dem Leser so eine angenehme Leseerfahrung bereiten sollen. Eine ausführliche Analyse hierzu lesen Sie hier. ire
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