Digital Innovators Summit 2014 Worauf es für Verleger ankommt

Montag, 24. März 2014
In Berlin findet zum 7. Mal der Digital Onnovators Summit statt (Bild: VDZ/Ole Bader)
In Berlin findet zum 7. Mal der Digital Onnovators Summit statt (Bild: VDZ/Ole Bader)


Zum 7. Mal diskutieren die europäischen Verleger auf dem Digital Innovators Summit in Berlin über neue Geschäftsmodelle und neue Konkurrenten. Und gleich zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung wird klar: Das Geschäft für Verlage wird nicht einfacher, allen digitalen Transformationen zum Trotz.

Seit sieben Jahren wird im März auf Einladung des Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, des internationalen Dachverbands FIPP und von emediaSF präsentiert, diskutiert und zuweilen auch schwadroniert. Frank Stanton, Vice Chairman des US-amerikanischen B-to-B-Medienhauses Hanley Wood s, bringt in seiner Keynote auf den Punkt, was Magazinhersteller (wie ihre Printkollegen aus dem Zeitungsbereich) kontinuierlich umtreibt und Treffen wie den Summit in Berlin zu einer für Verleger unverzichtbaren Plattform gemacht hat: "Es war so einfach, Geld mit Medien zu verdienen. Das ist vorbei."

Schön, dass im 7. Jahr des Summits jemand mit zwei Sätzen auf den Punkt bringt, was Verlage und ihre Manager seit Jahren umtreibt. Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Printanzeigen und Digital Media beim VDZ, formuliert in seiner Eröffnung zuvor drei Punkte, die in den kommenden Wochen die Publisher-Szene noch intensiv beschäftigen werden:

1) Qualitätsjournalismus ist weiterhin cool , so von Reibnitz, aber er findet zunehmend auf Plattformen außerhalb der klassischen Medienhäusern statt sei es auf Blogs oder auf den Websites und der Kommunikation von Unternehmen (Stichworte: Content Marketing) oder als digitales Medien-Startup. Reibnitz zufolge häufen sich die Meldungen, dass Top-Journalisten von einem altehrwürdigen Medienhaus zu Startups oder Internet-Unternehmen wechseln. Prominentes Beispiel für den Aufbau eines rein digitalen Medienangebots: das holländische Startup De Correspondent, dem sich die "Zeit" jüngst in einer schönen Reportage gewidmet hat: Ein vom 31-jährigen Rob Wijnberg realisiertes Startup: 30.000 Abonnenten hat das digitale Magazin, das Start-Kapital wurde per Crowdfunding gesammelt.

2) Die zweite Erkenntnis: Aggregatoren werden künftig noch stärker als bislang mit Medien-Websites um Aufmerksamkeit, Reichweite und auch Werbeumsatz konkurrieren. Jüngstes Beispiel: die von Facebook gelaunchte App Paper. Dazu passt, das Facebook erstmals in seiner jungen Unternehmensgeschichte Journalisten einstellt das macht die Zuckerberg-Company nicht zu einem Medienhaus, wohl aber zu einem Unternehmen, das in bestimmten Geschäftsfeldern mit Medienhäusern konkurriert.

3) Dritte Erkenntnis: Search Engine Optimization (SEO) ist für Verlage ein Muss. Aber genauso wichtig wird Social Media Optimization (SMO), die strategische Einbindung sozialer Netzwerke ins publizistische Tagesgeschäft. Von Reibnitz: SMO wird genauso wichtig wie SEO, weil der Traffic von Medienwebsites zunehmend von sozialen Netzwerken kommt." vs
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