Digital Facts im Juli United Internet Media übernimmt Führung im Vermarkter-Ranking

Donnerstag, 20. Oktober 2016
Rasmus Giese, CEO von United Internet Media
Rasmus Giese, CEO von United Internet Media
Foto: United Internet Media

Wachablösung im Vermarkter-Ranking der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof): Im Juli konnte sich United Internet Media (Web.de, GMX) an die Spitze der Rangliste schieben. Interactive Media wurde auf Platz 3 durchgereicht.
United Internet Media verbesserte seine Netto-Reichweite im Juli um 820.000 Unique User auf 36,35 Millionen (ab 14 Jahre). Der gemeinsame Vermarkter von Axel Springer und der Funke Mediengruppe, Media Impact konnte sich dank eines Zuwachses um knapp 1,1 Millionen Unique User auf 36,06 Millionen ebenfalls an dem bisherigen Spitzenreiter Interactive Media vorbeischieben, der im Juli 35,47 Millionen Unique User verzeichnete.
United Internet Media übernimmt Platz 1 im Vermarkter-Ranking
United Internet Media übernimmt Platz 1 im Vermarkter-Ranking (Bild: Agof)
United Internet Media-Chef Rasmus Giese erklärt das Wachstum vor allem mit Zugewinnen bei der mobilen Nutzung: "Wir konnten für unser bestehendes Portfolio drei Millionen mobile Nutzer innerhalb eines Jahres dazugewinnen", so Giese. "Wir bauen unser mobiles Angebot ständig aus und haben zuletzt einen Messenger für unsere Apps integriert. Somit rechnen wir im mobilen Segment mit weiterem Wachstum."
Hauptgrund für die Verluste von Interactive Media ist die gesunkene Reichweite des Schlachtschiffs T-Online, das im Juli 4,31 Millionen Unique User verlor. Mit 23,1 Millionen Nutzern ist das Telekom-Kundenportal zwar nach wie vor die größte deutsche Website, der Abstand auf die Verfolger ist allerdings deutlich geschrumpft. Das zweitgrößte Portal ist Web.de mit 20,36 Millionen Unique Usern, Bild kommt im Netz auf 20,14 Millionen Nutzer und ist damit zugleich die reichweitenstärkste Nachrichtenseite. Focus Online liegt im Agof-Ranking mit 19,26 Millionen Unique Usern knapp vor Spiegel Online mit 19,03 Millionen Nutzern. 
T-Online musste im Juli Federn lassen
T-Online musste im Juli Federn lassen (Bild: Agof)
Die großen Nachrichtenportale konnten im Juli übrigens fast durch die Bank zulegen, weil die Terrorattacken in Nizza, Würzburg und Ansbach sowie der Amoklauf in München das Interesse an aktuellen Informationen kräftig ankurbelten. Unter den Top-Ten-Gewinnern im Juli sind mit n-tv.de, (+1,92 Mio. Unique User), Bild (+0,97 Mio.) und Süddeutsche.de (+0,95 Mio.) denn auch gleich drei Nachrichtenseiten. Gegen den Trend verloren haben im Juli Die Welt und Stern.de. 

HORIZONT Online verzeichnete im Juli 300.000 Unique User, Wuv.de 280.000. dh
Fast alle Nachrichtensites konnten im Juli wachsen
Fast alle Nachrichtensites konnten im Juli wachsen (Bild: Agof)

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