Die Cover der Woche "Spiegel", "Stern", "11 Freunde", "Cicero"

Freitag, 24. Januar 2014
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Zwei der großen deutschen Magazine sind in dieser Woche nicht gerade pfleglich mit ihren Titelseiten umgegangen: Der "Spiegel" hat sein eigenes Cover zerschmettert, der "Stern" wurde von der Gelbsucht befallen. Beide Titelseiten fallen dafür auf. In den USA treibt derweil Hillary Clinton die politische Presse um. Außerdem: "11 Freunde", "Cicero" und das "Zeit Magazin".
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"Der Spiegel"

Kopfschmerzen sind nicht unbedingt ein klassisches "Spiegel"-Titelthema und dürfte dem einen oder anderen treuen Leser des Nachrichtenmagazins vielleicht sogar ebendiese bereiten. Aber auch das Sturmgeschütz der Demokratie muss mittlerweile um jeden Leser am Kiosk kämpfen. Respekt verdient indes das Layout für seine konsequente Umsetzung des Themas auf dem Cover, das selbst vor der Wortmarke und dem sonst stets makellosen roten Rahmen nicht halt gemacht hat.



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"Stern"

Auch der "Stern" hat sich für eine sehr plakative Umsetzung des Titelthemas, dem ADAC entschieden. Das Logo des Autoclubs in Verbindung mit der doppeldeutigen Unterzeile "Der Pannendienst" auf knallgelbem Fond macht unmissverständlich klar, worum es in der aktuellen Ausgabe geht. Das umgekippte ADAC-Auto hätte es da gar nicht mehr unbedingt gebraucht.







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"Cicero"

Das Magazin für Politische Kultur "Cicero" lässt bei seiner aktuellen Ausgabe ebenfalls keinen Zweifel an der Kernaussage seiner Titelgeschichte "Die Maschine und ihr Mensch - Wie uns das Smartphone versklavt und verkauft" aufkommen und macht klar, wer hier Roß und wer der Reiter ist.









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"11 Freunde"

Die neue Ausgabe von "11 Freunde" fällt vor allem durch ihr Format auf: Das Magazin für Fußballkultur erscheint zum ersten Mal im Panoramaformat. Dabei ist das Ganze nicht nur ein Werbegag: Auch im Heft hat die Redaktion die Gegebenheiten gut genutzt: In der Heftmitte erstrahlt das legendäre Stadion des FC Liverpool als Gatefolder mit historischen Fotos und zahlreichen Fakten über die berühmte Spielstätte.



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"Zeit Magazin"

Die Titelgeschichte des "Zeit Magazins" hat in dieser Woche nur scheinbar einen berühmten Protagonisten. Es geht nämlich nicht um US-Präsident Barack Obama, sondern um seinen in New York lebenden Doppelgänger Louis Ortiz.









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"New York Times Magazine"

In den USA widmen sich in dieser Woche gleich zwei bedeutenden Magazine der ehemaligen Außenministerin Hillary Clinton und ihrer möglichen Kandidatur für die nächste Präsidentschaftswahl. Die Umsetzung ist grundverschieden, die Aussage der beiden Titelbilder ähnlich: In beiden Fällen wird Clinton als die neue starke Frau der Demokraten in Szene gesetzt. Das Magazin der "New York Times" zeigt die ehemalige First Lady als Gravitationszentrum ihres politischen Umfelds.



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"Time"

Die "Times" stellt die Frau von Ex-Präsident Bill Clinton als scheinbar übermächtige Kandidatin dar, gegen die eigentlich kein anderer Bewerber eine realistische Chance hat. dh





Die Cover der Woche

In Zeiten flüchtiger Aufmerksamkeit und sinkender Auflagenzahlen wird die Titelseite mehr denn je zum Schaufenster und Aushängeschild von Zeitschriften. Ein gut gemachtes Cover macht neugierig, lockt Gelegenheits- und potenzielle Neuleser an und entscheidet nicht zuletzt den Kampf um Käufer am Kiosk. HORIZONT.NET präsentiert jede Woche eine rein subjektive Auswahl besonders gelungener Zeitschriften-Cover.


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