Deutsches Pressemuseum Portal für die Meinungsfreiheit geht an den Start

Donnerstag, 28. April 2016
Das Haus der Pressefreiheit
Das Haus der Pressefreiheit
Foto: Deutsches Pressemuseum

Begleitet von Debatten um die Meinungsfreiheit in Deutschland und – vor allem – anderswo öffnet wenige Tage vor dem Internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai) bereits in dieser Woche das virtuelle „Haus der Pressefreiheit“ seine Pforten.

Gemeint ist das gleichnamige Internetportal hausderpressefreiheit.de, hinter dem der Verein Deutsches Pressemuseum Hamburg (VDPH) steht. Der Auftritt informiert über das Thema und dokumentiert aktuelle wie historische Aspekte, inklusive Rechtsdokumente und Präzedenzurteile. Er greift ebenso aktuelle Fälle – auch von Angriffen auf die Meinungs-, Presse- und Redaktionsfreiheit und auf den Quellenschutz von Journalisten – auf und soll kontinuierlich ausgebaut werden. Zielgruppe sind nicht nur Insider, sondern auch die interessierte Allgemeinheit.

Das Portal ist das Hauptprojekt des VDPH. Der Verein wurde 2001 von Journalisten und Medienmanagern gegründet mit dem Ziel, in Hamburg ein begehbares Pressemuseum zu gründen. Vorbild war das „Newseum“ in Washington, finanziert von US-Medienkonzernen. Doch in Deutschland scheiterte die Finanzierung. 2012 trat ein neuer Vereinsvorstand an mit dem Ziel, das Deutsche Pressemuseum stattdessen als Internetportal zu realisieren.

Dessen Start wurde ermöglicht von sechs Sponsoren: Fazit-Stiftung („FAZ“), Gruner + Jahr, Familie Jahr, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag („SHZ“), Zeit-Verlag und die Sozietät Brehm & v. Moers. Weitere Unterstützer sind willkommen. Diese Verlage – und auch Axel Springer, der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“ – geben den Museumsmachern außerdem freien Zugang zu ihren Archiven. Gespräche mit weiteren Medien laufen. Umgesetzt wurde das Portal von der Digitalagentur Davies Meyer in Hamburg.

„Das Haus der Pressefreiheit wird auch selbstkritisch Probleme benennen, die etwa durch die Entwicklung von Massenmedien hin zu einer unendlich großen Masse von Internetmedien auftauchen, wo immer häufiger Schnelligkeit vor Recherche steht“, erklären die Vereinsvorstände Heinz H. Behrens (Vorsitz) und Michael Seufert. rp

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