Deutscher Medienkongress Was das Kartellrecht mit Kutschen und Autos zu tun hat

Dienstag, 20. Januar 2015
Michael Grabner nimmt das Kartellamt in die Pflicht
Michael Grabner nimmt das Kartellamt in die Pflicht
Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images

"Wenn die Printmedien noch länger bestehen wollen, brauchen sie die Hilfe des Kartellamtes." Die Botschaft von Medienberater Michael Grabner an Andreas Mundt, Präsident der angesprochenen Behörde, war eindringlich, auf offene Ohren stieß sie nicht.
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"Wir grenzen Märkte lediglich so ab, wie wir sie vorfinden", sagte der Kartellamtschef am Dienstag auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt, und die Margen der Branche seien schließlich noch immer gut genug. Dass Zeitungen und Zeitschriften besonders stark von der digitalen Revolution betroffen sind, bestritt Mundt dabei nicht - und erinnerte an die Zeit, in der Kutschen von Autos abgelöst wurden. Mit beiden kamen die Menschen früher von A nach B, vergleichbar seien die beiden Industrien trotzdem nicht.
„Dem Einzelhändler vor Ort ist es eben nicht egal, wo seine Werbung erscheint. Er schaltet entweder in der Zeitung oder im Radio, jedenfalls nicht nur auf einer anonymen Online-Plattform.“
Andreas Mundt
Kartellamtschef Andreas Mundt (Mitte) auf dem Deutschen Medienkongress
Kartellamtschef Andreas Mundt (Mitte) auf dem Deutschen Medienkongress (Bild: Alexander Hassenstein / Getty Images)
Das wiederum sah Printmann Grabner anders: Genau wie die Jagd auf digitale Werbebudgets durch Internetkonzerne wie Google zum gleichen Markt gehöre, in dem sich auch andere Medien bewegten, seien auch Autos und Kutschen in demselben Business unterwegs. Deshalb dürfe es keine unterschiedlichen Regelungen und vor allem keine einseitigen und rigiden kartellrechtlichen Grenzen geben. Laut Mundt hat sich aus Sicht der Werbungtreibenden jedoch noch gar nicht so viel verändert wie die Printbranche selbst glaubt. "Dem Einzelhändler vor Ort ist es eben nicht egal, wo seine Werbung erscheint. Er schaltet entweder in der Zeitung oder im Radio, jedenfalls nicht nur auf einer anonymen Online-Plattform", so der Kartellamtspräsident.
Horizont Alte Oper
Bild: dfv

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Sicherlich registriere seine Behörde die Veränderungen, das heiße aber nicht, dass diese bereits wirksam seien und in Entscheidungen berücksichtigt werden müssten. Ein paar Jahre mehr, daran würde zusammen mit Grabner wohl die gesamte Printbranche gerne glauben. Der Medienmann, der unter anderem Dieter von Holtzbrinck berät, versuchte es deshalb mit einem weiteren Appell: "Geben Sie uns zumindest durch eine andere Marktbetrachtung mehr Zeit, um unsere Bezahlmodelle zu etablieren. Sonst sieht es mit der Medienvielfalt düster aus." kl
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